Monitoring Gesetzessammlung

LGBl. Nr. 85/2006

AT - Landesrecht Steiermark

LGBl. Nr. 85/2006

Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 26. Juni 2006 über die Erklärung des Gebietes „Ennstal zwischen Liezen und Niederstuttern“ (AT 2229002) zum Europaschutzgebiet Nr. 41 (LGBl. Nr. 85/2006)

Langtitel

Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 26. Juni 2006 über die Erklärung des Gebietes „Ennstal zwischen Liezen und Niederstuttern“ (AT 2229002) zum Europaschutzgebiet Nr. 41
Stammfassung: LGBL Nr. 85/2006 (CELEX Nr. 31979L0409 )

Änderung

LGBl. Nr. 56/2015 (CELEX-Nr. 31992L0043 )

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund des § 13a Abs. 1 des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976 – NSchG 1976, LGBl. Nr. 65, zuletzt in der Fassung LGBl. Nr. 56/2006 , wird verordnet:

§ 1

Gegenstand

(1) Das in den Gemeinden Selzthal, Liezen, Lassing, Wörschach, Aigen im Ennstal, Stainach-Pürgg, Irdning-Donnersbachtal, Mitterberg-St. Martin, Öblarn, Sölk, Gröbming und Michaelerberg-Pruggern gelegene Ennstal von Liezen bis Niederstuttern wird zum Europaschutzgebiet erklärt. Dieses Gebiet wird als Europaschutzgebiet Nr. 41 „Ennstal zwischen Liezen und Niederstuttern“ bezeichnet.
(2) Davon ausgenommen ist das Europaschutzgebiet Nr. 4, LGBl. Nr. 14/2003 . Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 56/2015

§ 2

Schutzzweck

(1) Der Schutzzweck des Gebietes liegt in der Erhaltung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes nach der Vogelschutzrichtlinie (Anlage A).
(2) Der Zweck wird im Wege des Vertragsnaturschutzes im Einvernehmen mit den Grundstückseigentümern und sonstigen Nutzungsberechtigten erreicht.

§ 3

Geltungsbereich

(1) Durch diese Verordnung werden Zuständigkeiten des Bundes nicht berührt; insbesondere darf die Benutzbarkeit von Flächen und bestehenden Anlagen, die ausschließlich oder vorwiegend Zwecken des Bundesheeres, des Bergbaues oder des Eisenbahn- und Straßenverkehrs dienen, nicht eingeschränkt werden.
(2) Diese Verordnung gilt weiters nicht für in Flächenwidmungsplänen ausgewiesene reine bzw. allgemeine Wohn-, Kern-, Gewerbe- und Dorfgebiete, Gebiete für Industrie- und Gewerbeflächen und Freiland-Sondernutzungen.

§ 4

Abgrenzung des Schutzgebietes

(1) Die Abgrenzung des Schutzgebietes erfolgt durch planliche Darstellung in Form eines Übersichtsplanes im Maßstab 1:99.000 (Anlage B), eines Detailplanes und eines Erweiterungsplanes (Anlage C) im Maßstab 1:2.500.
(2) Der Übersichtsplan (Anlage B) und der Detailplan werden durch Auflage zur öffentlichen Einsichtnahme beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung bei der für Angelegenheiten des Naturschutzes zuständigen Stelle kundgemacht. Einsicht kann während der Amtsstunden genommen werden: 1. in den Übersichtsplan (Anlage B): a) beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung bei der für Angelegenheiten des Naturschutzes zuständigen Stelle, b) bei der Bezirkshauptmannschaft Liezen und der Politischen Expositur Gröbming, c) bei den Gemeindeämtern der in § 1 genannten Gemeinden; 2. in den Detailplan beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung bei der für Angelegenheiten des Naturschutzes zuständigen Stelle.
(3) Der Erweiterungsplan (Anlage C) wird im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) kundgemacht. Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 56/2015

§ 5

Gemeinschaftsrecht

Durch diese Verordnung wird die Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 2. April 1979 über die Erhaltung der wild lebenden Vogelarten, ABl. Nr. L 103 vom 25. April 1979, S. 1, zuletzt geändert durch die Akte über die Bedingungen des Beitritts der Tschechischen Republik, der Republik Estland, der Republik Zypern, der Republik Lettland, der Republik Litauen, der Republik Ungarn, der Republik Malta, der Republik Polen, der Republik Slowenien und der Slowakischen Republik und die Anpassungen der die Europäische Union begründenden Verträge, Abl. Nr. L 236 vom 23. September 2003, S. 33 (Vogelschutz-Richtlinie – VS-RL) umgesetzt.

§ 6

Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 11. Juli 2006, in Kraft.

§ 6

Inkrafttreten von Novellen

In der Fassung der Verordnung LGBl. Nr. 75/2021 tritt Anlage A mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 29. Juni 2021, in Kraft. Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 75/2021

§ 7

Inkrafttreten von Novellen

In der Fassung der Verordnung LGBl. Nr. 56/2015 treten § 1 Abs. 1, § 4 Abs. 1 und 3 und Anlage A mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 23. Juli 2015, in Kraft. Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 56/2015 Anlage A Schutzgüter sind folgende Vogelarten gemäß § 13 Abs. 3 Z. 5 lit. b NschG 1976: Vögel nach der VS-RL Anhang I Code-Nr. Deutscher Name Wissenschaftlicher Name A072 Wespenbussard Pernis apivorus A073 Schwarzmilan Milvus migrans A081 Rohrweihe Circus aeruginosus A103 Wanderfalke Falco peregrinus A120 Kleines Sumpfhuhn Porzana parva A122 Wachtelkönig Crex crex A215 Uhu Bubo bubo A229 Eisvogel Alcedo atthis A234 Grauspecht Picus canus A338 Neuntöter Lanius collurio Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 56/2015 Anlage C (Anm.: Der Plan ist als PDF dokumentiert.) Anm.: in der Fassung LGBl. Nr. 56/2015 Begleitende Dokumente Anlagen Anlage C: Plan
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