LGBl. Nr. 20/2006
LGBl. Nr. 20/2006
Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 16. Jänner 2006 über die Erklärung des Gebietes „Patzenkar“ (AT 2209002) zum Europaschutzgebiet Nr. 11 (LGBl. Nr. 20/2006)
Langtitel
Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 16. Jänner 2006 über die Erklärung des Gebietes „Patzenkar“ (AT 2209002) zum Europaschutzgebiet Nr. 11
Stammfassung: LGBl. Nr. 20/2006 (Celex Nr. 31992L0043 , 32003R1882 )
Präambel/Promulgationsklausel
Auf Grund des § 13a Abs. 1 des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976, LGBl. Nr. 65, zuletzt in der Fassung LGBl. Nr. 84/2005 , wird verordnet:
§ 1
Gegenstand
Das Gebiet „Patzenkar“ mit der Gemeinde Rohrmoos-Untertal wird zum Europaschutzgebiet erklärt. Dieses Gebiet wird als Europaschutzgebiet Nr. 11 bezeichnet.
§ 2
Schutzzweck
Der Schutzzweck des Gebietes liegt in der Erhaltung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes von Schutzgütern nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Anlage A).
§ 3
Abgrenzung des Schutzgebietes
(1) Die Abgrenzung des Schutzgebietes erfolgt durch planliche Darstellung in Form eines Übersichtsplanes im Maßstab 1 : 20.000 (Anlage B) und eines Detailplanes.
(2) Der Übersichtsplan (Anlage B) und der Detailplan werden durch Auflage zur öffentlichen Einsichtnahme beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung bei der für Angelegenheiten des Naturschutzes zuständigen Stelle kundgemacht. Einsicht kann während der Amtsstunden genommen werden: 1. in den Übersichtsplan (Anlage B): a) beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung bei der für Angelegenheiten des Naturschutzes zuständigen Stelle, b) bei der Bezirkshauptmannschaft Liezen und der Politischen Expositur Gröbming, c) beim Gemeindeamt der Gemeinde Rohrmoos-Untertal; 2. in den Detailplan beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung bei der für Angelegenheiten des Naturschutzes zuständigen Stelle.
§ 4
Gemeinschaftsrecht
Durch diese Verordnung wird folgende Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft umgesetzt: Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen, ABl. Nr. L 206 vom 22. Juli 1992, S. 7, zuletzt geändert durch die Verordnung Nr. 1882/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. September 2003, ABl. Nr. L 284 vom 31. Oktober 2003, S. 1 (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie – FFH-RL).
§ 5
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 11. Februar 2006, in Kraft. Anlage A
Schutzgüter sind folgende natürliche Lebensräume und Pflanzenarten gemäß § 13 Abs. 3 Z 5 lit. a des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976:
Lebensräume nach der FFH-Richtlinie – Anhang I Code Nr. Lebensraumtyp 4060 Alpine und boreale Heiden 6150 Boreo-alpines Grasland auf Silikatsubstraten (alpine Silikat-Urheiden) 8110 Silikatschutthalden d. montanen bis nivalen Stufe (Androsacetalia alpinae u. Galeopsietalia ladani) 8220 Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation 8230 Silikatfelskuppen mit Pioniervegetation des Sedo-Scleranthion oder des Sedo albi-Veronicion dillenii Pflanzen nach der FFH-Richtlinie – Anhang II Code Nr. Wissenschaftlicher Name 1384 Riccia breidleri
Schutzgüter sind folgende prioritäre Lebensräume gemäß § 13 Abs. 3 Z 7 des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976:
Lebensräume nach der FFH-Richtlinie – Anhang I Code Nr. Lebensraumtyp 6230 Artenreiche Borstgrasrasen montan (und submontan auf dem europ. Festland) auf Silikatböden (Bürstlingrasen)