Monitoring Gesetzessammlung

Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (0.451.47)

CH - Schweizer Bundesrecht

Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (0.451.47)

Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel

Abgeschlossen in Den Haag am 15. August 1996 Von der Schweiz unterzeichnet am 15. Oktober 1996¹ In Kraft getreten für die Schweiz am 1. November 1999 (Stand am 12. Februar 2026) ¹ Ohne Ratifikationsvorbehalt.
² SR 0.451.46 ³ SR 0.451.43 ⁴ SR 0.451.45
Art. I Geltungsbereich, Begriffsbestimmungen und Auslegung
1.  Der geographische Geltungsbereich dieses Abkommens ist das Gebiet der Wandersysteme der wandernden Wasservögel Afrikas und Eurasiens, wie es in Anhang 1 dieses Abkommens festgehalten und im Folgenden als «Abkommensgebiet» bezeichnet wird.
2.  Im Sinne dieses Abkommens:
(a)
bedeutet «Übereinkommen» das Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten von 1979;
(b)
bedeutet «Sekretariat des Übereinkommens» die gemäss Artikel IX des Übereinkommens eingerichtete Stelle;
(c)
bedeutet «Wasservögel» diejenigen Vogelarten, die ökologisch zumindest während eines Teiles ihres Jahreszyklus auf Feuchtgebiete angewiesen sind, deren Verbreitungsgebiet (Areal) sich ganz oder teilweise innerhalb des Abkommensgebiets befindet und die in Anhang 2 dieses Abkommens aufgeführt sind;
(d)
bedeutet «Sekretariat des Abkommens» die gemäss Artikel VI Absatz 7 Buchstabe b dieses Abkommens eingerichtete Stelle;
(e)
bedeutet «Vertragsparteien», sofern aus dem Zusammenhang nichts anderes hervorgeht, die Vertragsparteien dieses Abkommens;
(f)
bedeutet «anwesende und abstimmende Vertragsparteien» die anwesenden Vertragsparteien, die eine Ja-Stimme oder Nein-Stimme abgegeben haben; bei der Bestimmung der Mehrheit werden die Stimmenthaltungen beim Auszählen der abgegebenen Stimmen nicht mitgezählt.
(g)
Im Weiteren haben die in Artikel I Absatz 1 Buchstaben (a) bis (k) des Übereinkommens festgelegten Begriffe in diesem Abkommen mutatis mutandis dieselbe Bedeutung.
3.  Dieses Abkommen ist ein Abkommen im Sinne des Artikels IV Absatz 3 des Übereinkommens.
4.  Die Anhänge zu diesem Abkommen sind integrierender Bestandteil desselben. Jede Bezugnahme auf das Abkommen bedeutet auch eine Bezugnahme auf seine Anhänge.
Art. II Wesentliche Grundsätze
1.  Die Vertragsparteien ergreifen koordinierte Massnahmen, um den Fortbestand oder die Wiederherstellung einer günstigen Erhaltungssituation der wandernden Wasservogelarten zu gewährleisten. Zu diesem Zweck wenden sie innerhalb ihres jeweiligen Hoheitsgebiets die in Artikel III vorgeschriebenen Massnahmen an, sowie die spezifischen Massnahmen, die im Aktionsplan in Artikel IV vorgesehen sind.
2.  Bei der Durchführung der in Absatz 1 vorgeschriebenen Massnahmen sollen die Vertragsparteien das Vorsorgeprinzip berücksichtigen.
Art. III Allgemeine Erhaltungsmassnahmen
1.  Die Vertragsparteien treffen Massnahmen zur Erhaltung der wandernden Wasservögel, wobei sie gefährdete Arten sowie solche mit ungünstiger Erhaltungssituation besonders berücksichtigen.
2.  Zu diesem Zweck werden die Vertragsparteien:
(a)
gefährdeten wandernden Wasservogelarten im Abkommensgebiet den gleichen strengen Schutz gewähren, der in Artikel III Absätze 4 und 5 des Übereinkommens vorgesehen ist;
(b)
sicherstellen, dass sich jegliche Nutzung von wandernden Wasservögeln auf eine Beurteilung abstützt, die auf den besten verfügbaren Kenntnissen über ihre Ökologie und dem Grundsatz der nachhaltigen Nutzung dieser Arten und der ökologischen Systeme, von denen sie abhängen, beruht;
(c)
in Verbindung mit den in Artikel IX Buchstaben (a) und (b) des Abkommens aufgeführten, sich mit der Erhaltung der Habitate befassenden Gremien, die auf ihrem Hoheitsgebiet gelegenen Stätten und Habitate der wandernden Wasservögel bestimmen und Schutz, Management, Sanierung und Wiederherstellung dieser Stätten fördern;
(d)
ihre Anstrengungen koordinieren, um zu gewährleisten, dass innerhalb des gesamten Verbreitungsgebiets der jeweiligen Wasserzugvogelart ein Netz geeigneter Habitate erhalten bleibt oder gegebenenfalls wiederhergestellt wird, insbesondere dort, wo Feuchtgebiete sich über das Hoheitsgebiet mehr als einer Vertragspartei erstrecken;
(e)
Probleme untersuchen, die sich wahrscheinlich aus menschlichen Tätigkeiten ergeben oder ergeben werden und sich bemühen, korrigierende Massnahmen, einschliesslich solcher zur Sanierung, Wiederherstellung und zum Ausgleich für den Verlust von Habitaten zu ergreifen;
(f)
in Notlagen, die eine grenzüberschreitende konzertierte Aktion erfordern, und bei der Bestimmung der wandernden Wasservogelarten, die in diesen Fällen am stärksten gefährdet sind, zusammenarbeiten; sie werden auch bei der Ausarbeitung von Dringlichkeitsverfahren, die in solchen Notlagen einen verstärkten Schutz dieser Arten gewährleisten, sowie von Richtlinien, die jeder beteiligten Vertragspartei helfen sollen, solchen Notlagen zu begegnen, mitarbeiten;
(g)
die absichtliche Einbürgerung nichtheimischer wandernder Wasservogelarten verbieten und alle geeigneten Massnahmen ergreifen, um einer unbeabsichtigten Auswilderung solcher Arten zuvorzukommen, falls diese Einbürgerung oder Auswilderung der Erhaltungssituation wildlebender Pflanzen und Tiere schaden sollte; wenn nichtheimische wandernde Wasservogelarten bereits eingebürgert worden sind, treffen die Vertragsparteien alle geeigneten Massnahmen, um zu verhindern, dass diese Arten zu einer potentiellen Bedrohung für heimische Arten werden;
(h)
die Erforschung der Biologie und Ökologie der wandernden Wasservögel einschliesslich der Harmonisierung der Forschungs- und Überwachungsmethoden und gegebenenfalls der Einrichtung gemeinsamer oder kooperativer Forschungs- und Überwachungsprogramme in die Wege leiten oder unterstützen;
(i)
ihren Ausbildungsbedarf vor allem in Bezug auf die Untersuchungen von wandernden Wasservögeln, ihre Überwachung und ihre Beringung sowie das Management von Feuchtgebieten überprüfen, um vorrangige Themen und Bereiche für die Ausbildung zu bestimmen und bei der Entwicklung und Durchführung geeigneter Ausbildungsprogramme mitzuarbeiten;
(j)
Programme entwickeln und durchführen, die zur besseren Bewusstseinsbildung beitragen und Verständnis fördern für die Probleme der Erhaltung der wandernden Wasservögel im Allgemeinen und die spezifischen Zielsetzungen und Bestimmungen dieses Abkommens im Besonderen;
(k)
Informationen und Ergebnisse von Forschungs-, Überwachungs-, Erhaltungs- und Bildungsprogrammen austauschen;
(l)
zusammenarbeiten, um gemeinsam besser in der Lage zu sein, das Abkommen umzusetzen, insbesondere auf den Gebieten der Forschung und Überwachung.
Art. IV Aktionsplan und Leitlinien für Erhaltungsmassnahmen
1.  Ein Aktionsplan ist diesem Abkommen als Anhang 3 beigefügt. In diesem Aktionsplan werden unter den nachstehenden Rubriken die Massnahmen festgelegt, welche die Vertragspartner in Bezug auf vorrangige Arten und Probleme in Übereinstimmung mit den in Artikel III vorgesehenen allgemeinen Erhaltungsmassnahmen ergreifen müssen:
(a)
Artenschutz;
(b)
Habitatschutz;
(c)
Steuerung menschlicher Tätigkeiten;
(d)
Forschung und Überwachung;
(e)
Bildung und Information;
(f)
Durchführung.
2.  Der Aktionsplan wird auf jeder ordentlichen Tagung der Versammlung der Vertragsparteien unter Berücksichtigung der Leitlinien für Erhaltungsmassnahmen überprüft.
3.  Änderungen des Aktionsplans werden von der Versammlung der Vertragsparteien unter Berücksichtigung von Artikel III beschlossen.
4.  Die Leitlinien für Erhaltungsmassnahmen werden der Versammlung der Vertragsparteien auf ihrer ersten Tagung zur Annahme unterbreitet und in regelmässigen Abständen überprüft.
Art. V Durchführung und Finanzierung
1.  Jede Vertragspartei:
(a)
bestimmt eine oder mehrere Behörden zur Durchführung dieses Abkommens, die unter anderem alle Tätigkeiten überwacht (überwachen), die für die Erhaltungssituation derjenigen wandernden Wasservogelarten von Belang sein könnten, zu deren Arealstaaten die Vertragspartei gehört;
(b)
bestimmt eine Anlaufstelle für die anderen Vertragsparteien und übermittelt unverzüglich deren Bezeichnung und Adresse dem Sekretariat des Abkommens zur sofortigen Weiterleitung an die anderen Vertragsparteien;
(c)
bereitet für jede ordentliche Tagung der Versammlung der Vertragsparteien ab der zweiten Tagung einen Bericht über die von ihr getroffenen Massnahmen zur Durchführung des Abkommens vor, insbesondere in Bezug auf die von ihr unternommenen Erhaltungsmassnahmen. Die Form dieses Berichts wird auf der ersten Tagung der Versammlung der Vertragsparteien festgelegt und nach Bedarf an einer darauf folgenden Tagung der Versammlung der Vertragsparteien revidiert. Jeder Bericht wird dem Sekretariat spätestens einhundertzwanzig Tage vor der ordentlichen Tagung der Versammlung der Vertragsparteien, für die er erarbeitet wurde, unterbreitet, und das Sekretariat des Abkommens stellt allen anderen Vertragsparteien umgehend eine Kopie des Berichtes zu.
2.
(a) Jede Vertragspartei leistet einen Beitrag zum Budget des Abkommens gemäss dem von den Vereinten Nationen festgelegten Beitragsschlüssel. Keine Vertragspartei, die ein Arealstaat ist, kann zu einem Beitrag verpflichtet werden, der höher ist als 25 % des Gesamtbudgets. Keine Organisation der regionalen Wirtschaftsintegration kann verpflichtet werden, mehr als 2,5 % der Verwaltungskosten beizutragen.
(b)
Beschlüsse betreffend das Budget und eventuelle Änderungen des Beitragsschlüssels werden von der Versammlung der Vertragsparteien durch Konsens gefasst.
3.  Die Versammlung der Vertragsparteien kann einen aus freiwilligen Beiträgen der Vertragsparteien oder aus anderen Quellen gespeisten Fonds für Erhaltungsmassnahmen einrichten, um damit die Überwachung, Forschung, Ausbildung sowie Projekte zur Erhaltung – einschliesslich Schutz und Management – der wandernden Wasservögel zu finanzieren.
4.  Die Vertragsparteien werden ermutigt, anderen Vertragsparteien auf multilateraler oder bilateraler Basis Unterstützung bei der Ausbildung sowie auf finanzieller und technischer Ebene zu gewähren, um ihnen bei der Einhaltung der Bestimmungen dieses Abkommens zu helfen.
Art. VI Versammlung der Vertragsparteien
1.  Die Versammlung der Vertragsparteien ist das Beschlussgremium dieses Abkommens.
2.  Spätestens ein Jahr nach Inkrafttreten dieses Abkommens beruft der Verwahrer in Konsultation mit dem Sekretariat des Übereinkommens eine Tagung der Versammlung der Vertragsparteien ein. In der Folge beruft das Sekretariat des Abkommens in Konsultation mit dem Sekretariat des Übereinkommens mindestens alle drei Jahre eine ordentliche Tagung der Versammlung der Vertragsparteien , sofern diese nichts anderes beschliesst. Diese Tagungen sollen nach Möglichkeit in Verbindung mit den ordentlichen Tagungen der Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens abgehalten werden.
3.  Auf schriftliches Verlangen von mindestens einem Drittel der Vertragsparteien beruft das Sekretariat des Abkommens eine ausserordentliche Tagung der Versammlung der Vertragsparteien ein.
4.  Die Vereinten Nationen, ihre Sonderorganisationen, die Internationale Atomenergie-Organisation, Staaten, die nicht Vertragsparteien dieses Abkommens sind, und die Sekretariate internationaler Übereinkommen, die sich unter anderem mit der Erhaltung – einschliesslich Schutz und Management – der wandernden Wasservögel befassen, können durch Beobachter auf Tagungen der Versammlung der Vertragsparteien vertreten sein. Jede Stelle und jedes Gremium, die in den oben erwähnten Bereichen oder in der Erforschung der wandernden Wasservögel fachlich qualifiziert sind, können ebenfalls durch Beobachter auf den Tagungen der Versammlung der Vertragsparteien vertreten sein, insofern sich nicht mindestens ein Drittel der anwesenden Vertragsparteien dagegen ausspricht.
5.  Nur die Vertragsparteien haben ein Stimmrecht. Jede Vertragspartei hat eine Stimme, aber Organisationen der regionalen Wirtschaftsintegration , die Vertragsparteien dieses Abkommens sind, üben in den in ihre Zuständigkeit fallenden Angelegenheiten ihr Stimmrecht mit einer Stimmenzahl aus, die der Anzahl ihrer Mitgliedstaaten entspricht, die Vertragsparteien des Abkommens sind. Die Organisationen der regionalen Wirtschaftsintegration üben ihr Stimmrecht nicht aus, wenn ihre Mitgliedstaaten ihr Stimmrecht ausüben, und umgekehrt.
6.  Sofern in diesem Abkommen nichts anderes vorgesehen ist, werden die Beschlüsse der Versammlung der Vertragsparteien durch Konsens oder, wenn kein Konsens erzielt werden kann, mit Zweidrittelmehrheit der anwesenden und abstimmenden Vertragsparteien angenommen.
7.  Auf ihrer ersten Tagung wird die Versammlung der Vertragsparteien:
(a)
ihre Geschäftsordnung durch Konsens annehmen;
(b)
innerhalb des Sekretariats des Übereinkommens ein Sekretariat des Abkommens zur Wahrnehmung der in Artikel VIII aufgeführten Sekretariatsaufgaben einsetzen;
(c)
den in Artikel VII vorgesehenen Fachausschuss einsetzen;
(d)
eine Form für die nach Artikel V Absatz 1 Buchstabe (c) vorzubereitenden Berichte bestimmen;
(e)
Kriterien für die Bestimmung von Notlagen annehmen, die sofortige Erhaltungsmassnahmen erforderlich machen, und die Art und Weise der Aufgabenverteilung zur Umsetzung dieser Massnahmen festlegen.
8.  Auf jeder ordentlichen Tagung wird die Versammlung der Vertragsparteien:
(a)
tatsächliche und mögliche Veränderungen der Erhaltungssituation der wandernden Wasservögel und der für ihr Überleben wichtigen Habitate sowie die Faktoren, die sich darauf auswirken könnten, erörtern;
(b)
Fortschritte und etwaige Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Durchführung dieses Abkommens prüfen;
(c)
einen Haushaltsplan annehmen und alle Angelegenheiten erörtern, die sich auf die finanziellen Regelungen für dieses Abkommen beziehen;
(d)
alle Fragen betreffend das Sekretariat des Abkommens und die Zusammensetzung des Fachausschusses behandeln;
(e)
einen Bericht annehmen, der den Vertragsparteien dieses Abkommens und der Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens zugestellt wird;
(f)
Zeit und Ort der nächsten Tagung bestimmen.
9.  Auf jeder Tagung kann die Versammlung der Vertragsparteien:
(a)
den Vertragsparteien für notwendig und zweckdienlich erachtete Empfehlungen unterbreiten;
(b)
spezifische Massnahmen zur Verbesserung der Wirksamkeit dieses Abkommens und gegebenenfalls im Sinne von Artikel VII Absatz 4 Sofortmassnahmen ergreifen;
(c)
Vorschläge zur Änderung dieses Abkommens prüfen und darüber beschliessen;
(d)
den Aktionsplan in Übereinstimmung mit Artikel IV Absatz 3 dieses Abkommens ändern;
(e)
die Nebenorgane einsetzen, die sie zur Unterstützung bei der Durchführung dieses Abkommens für notwendig erachtet, insbesondere zur Koordinierung mit Gremien, die im Rahmen anderer internationaler Verträge, Übereinkommen und Abkommen geschaffen wurden, falls es mit ihren geographischen und taxonomischen Geltungsbereichen Überschneidungen gibt;
(f)
zu allen weiteren Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Durchführung dieses Abkommens Beschlüsse fassen.
Art. VII Fachausschuss
1.  Der Fachausschuss besteht aus:
(a)
neun Sachverständigen, die gemäss einer ausgewogenen geographischen Verteilung verschiedene Regionen des Abkommensgebiets vertreten;
(b)
einem Vertreter der Internationalen Union für die Erhaltung der Natur und der natürlichen Hilfsquellen (IUCN), einem Vertreter des Internationalen Büros für Wasservogel- und Feuchtgebietforschung (IWRB) und einem Vertreter des Internationalen Jagdrats zur Erhaltung des Wildes (CIC);
(c)
je einem Sachverständigen aus folgenden Bereichen: Agrarwirtschaft, Management der Wildbestände, Umweltrecht.
Das Verfahren für die Ernennung der Sachverständigen, die Dauer ihres Mandats und das Verfahren für die Ernennung des Vorsitzenden des Fachausschusses werden von der Versammlung der Vertragsparteien bestimmt. Der Vorsitzende kann höchstens vier Beobachter aus internationalen staatlichen und nichtstaatlichen Fachgremien zulassen.
2.  Sofern die Versammlung der Vertragsparteien nichts anderes beschliesst, werden die Sitzungen des Fachausschusses vom Sekretariat des Abkommens einberufen; sie finden jeweils anlässlich der Tagung der Versammlung der Vertragsparteien und mindestens einmal zwischen den ordentlichen Tagungen der Vertragsparteien statt.
3.  Der Fachausschuss:
(a)
sorgt für die fachlich-wissenschaftliche Beratung und Unterrichtung der Versammlung der Vertragsparteien und – über das Sekretariat des Abkommens – der einzelnen Vertragsparteien;
(b)
legt der Versammlung der Vertragsparteien Empfehlungen zum Aktionsplan, zur Durchführung des Abkommens und zu künftigen Forschungsarbeiten vor;
(c)
bereitet für jede ordentliche Tagung der Versammlung der Vertragsparteien einen Tätigkeitsbericht vor, der dem Sekretariat des Abkommens jeweils mindestens einhundertzwanzig Tage vor der betreffenden Tagung eingereicht und von diesem umgehend in Abschrift an die Vertragsparteien weitergeleitet wird;
(d)
führt alle weiteren Aufgaben aus, die ihm von der Versammlung der Vertragsparteien übertragen werden.
4.  Sofern nach Meinung des Fachausschusses eine Notlage eingetreten ist, die den Beschluss von Sofortmassnahmen erfordert, um eine Verschlechterung der Erhaltungssituation einer oder mehrerer wandernder Wasservogelarten zu verhindern, kann dieser das Sekretariat des Abkommens ersuchen, sofort eine Sitzung der betroffenen Vertragsparteien einzuberufen. Diese treten dann so bald wie möglich zusammen, um umgehend einen Mechanismus für den Schutz der Arten zu schaffen, die als besonders stark bedroht bestimmt worden sind. Wenn auf einer solchen Sitzung eine Empfehlung angenommen wurde, unterrichten die Vertragsparteien einander und das Sekretariat des Abkommens über die Massnahmen, die sie zur Umsetzung der Empfehlung getroffen haben, oder über die Gründe, die ihre Umsetzung verhindert haben.
5.  Der Fachausschuss kann nach Bedarf Arbeitsgruppen für konkrete Aufgaben einsetzen.
Art. VIII Sekretariat des Abkommens
Das Sekretariat des Abkommens hat folgende Aufgaben:
(a)
Es organisiert und betreut die Tagungen der Versammlung der Vertragsparteien sowie die Sitzungen des Fachausschusses.
(b)
Es führt die Beschlüsse aus, die ihm von der Versammlung der Vertragsparteien zugewiesen werden.
(c)
Es fördert und koordiniert in Übereinstimmung mit den Beschlüssen der Versammlung der Vertragsparteien die im Rahmen dieses Abkommens durchgeführten Tätigkeiten einschliesslich des Aktionsplans.
(d)
Es hält die Verbindungen mit den nicht zu den Vertragsparteien gehörenden Arealstaaten aufrecht, erleichtert die Koordinierung zwischen den Vertragsparteien und mit internationalen und nationalen Organisationen, deren Tätigkeiten mittelbar oder unmittelbar für die Erhaltung – einschliesslich Schutz und Management – der wandernden Wasservögel von Belang sind.
(e)
Es sammelt Informationen, die der Zielerreichung und der Durchführung dieses Abkommens förderlich sind, wertet sie aus und sorgt für eine angemessene Verbreitung dieser Informationen.
(f)
Es macht die Versammlung der Vertragsparteien auf alle Fragen aufmerksam, die mit den Zielen dieses Abkommens im Zusammenhang stehen.
(g)
Es leitet Kopien der Berichte der in Artikel V Absatz 1 Buchstabe (a) bezeichneten Behörden und des Fachausschusses zusammen mit Kopien der nach Buchstabe (h) dieses Artikels vorzulegenden Berichten mindestens sechzig Tage vor Beginn der jeweiligen ordentlichen Tagung der Versammlung der Vertragsparteien an jede Vertragspartei weiter.
(h)
Es bereitet jedes Jahr und für jede ordentliche Tagung der Versammlung der Vertragsparteien Berichte über die Arbeit des Sekretariats und die Durchführung des Abkommens vor.
(i)
Es verwaltet den Haushalt für das Abkommen und gegebenenfalls den Fonds für Erhaltungsmassnahmen.
(j)
Es unterrichtet die Öffentlichkeit über dieses Abkommen und seine Ziele.
(k)
Es nimmt alle weiteren Aufgaben wahr, die ihm im Rahmen des Abkommens oder von der Versammlung der Vertragsparteien übertragen werden.
Art. IX Beziehungen zu internationalen Gremien, die sich mit wandernden Wasservögeln und ihren Habitaten befassen
Das Sekretariat des Abkommens konsultiert:
(a)
regelmässig das Sekretariat des Übereinkommens und gegebenenfalls die für die Sekretariatsaufgaben zuständigen Gremien im Rahmen von Abkommen, die nach Artikel IV Absätze 3 und 4 des Übereinkommens geschlossen wurden und die für wandernde Wasservögel von Belang sind, sowie des Übereinkommens von 1971 über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung, des Übereinkommens von 1973⁵ über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten frei lebender Tiere und Pflanzen, des Afrikanischen Übereinkommens von 1968 über die Erhaltung der Natur und der natürlichen Hilfsquellen, des Übereinkommens von 1979⁶ über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume sowie des Übereinkommens von 1992 über die biologische Vielfalt im Hinblick darauf, dass die Versammlung der Vertragsparteien mit den Vertragsparteien dieser Übereinkünfte in allen Angelegenheiten von gemeinsamem Interesse zusammenarbeitet, insbesondere bei der Ausarbeitung und Durchführung des Aktionsplans;
(b)
die Sekretariate anderer einschlägiger Übereinkommen und sonstiger völkerrechtlicher Übereinkünfte in Bezug auf alle Fragen von gemeinsamem Interesse;
(c)
sonstige Organisationen, die im Bereich der Erhaltung – einschliesslich Schutz und Management – der wandernden Wasservögel und ihrer Lebensräume sowie in den Bereichen Forschung, Bildung und Bewusstseinsbildung zuständig sind.
⁵ SR 0.453
⁶ SR 0.455
Art. X Änderung des Abkommens
1.  Dieses Abkommen kann auf jeder ordentlichen oder ausserordentlichen Tagung der Versammlung der Vertragsparteien geändert werden.
2.  Änderungen können von jeder Vertragspartei vorgeschlagen werden.
3.  Der Wortlaut jeder vorgeschlagenen Änderung samt Begründung wird dem Sekretariat des Abkommens mindestens einhundertfünfzig Tage vor Eröffnung der Tagung zugestellt. Das Sekretariat leitet den Vertragsparteien Kopien davon umgehend weiter. Stellungnahmen der Vertragsparteien zum Wortlaut werden dem Sekretariat des Abkommens mindestens sechzig Tage vor Eröffnung der Tagung eingereicht. So bald wie möglich nach Ablauf dieses Termins übermittelt das Sekretariat den Vertragsparteien alle bis zu diesem Tag eingegangenen Stellungnahmen.
4.  Änderungen dieses Abkommens mit Ausnahme von Änderungen des Anhangs werden mit Zweidrittelmehrheit der anwesenden und abstimmenden Vertragsparteien beschlossen und treten für die Vertragsparteien, die sie angenommen haben, am dreissigsten Tag nach dem Zeitpunkt in Kraft, zu dem zwei Drittel der Vertragsparteien, die zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Änderung Vertragsparteien waren, ihre Annahmeurkunden zu der Änderung beim Verwahrer hinterlegt haben. Für jede Vertragspartei, die eine Annahmeurkunde nach dem Zeitpunkt hinterlegt, zu dem zwei Drittel der Vertragsparteien ihre Annahmeurkunden hinterlegt haben, tritt die Änderung am dreissigsten Tag nach Hinterlegung ihrer Annahmeurkunde in Kraft.
5.  Weitere Anhänge und Änderungen von Anhängen werden mit Zweidrittelmehrheit der anwesenden und abstimmenden Vertragsparteien beschlossen und treten für alle Vertragsparteien mit Ausnahme derjenigen, die nach Absatz 6 dieses Artikels einen Vorbehalt angebracht haben, am neunzigsten Tag nach der Beschlussfassung durch die Versammlung der Vertragsparteien in Kraft.
6.  Während des in Absatz 5 dieses Artikels vorgesehenen Zeitraums von neunzig Tagen kann jede Vertragspartei durch schriftliche Notifikation an den Verwahrer einen Vorbehalt in Bezug auf einen weiteren Anhang oder eine Änderung eines Anhangs anbringen. Ein solcher Vorbehalt kann jederzeit durch schriftliche Notifikation an den Verwahrer zurückgezogen werden; der weitere Anhang oder die Änderung tritt dann am dreissigsten Tag nach Rückzug des Vorbehalts für die betreffende Vertragspartei in Kraft.
Art. XI Auswirkung dieses Abkommens auf internationale Übereinkommen und sonstige gesetzliche Vorschriften
1. Dieses Abkommen berührt in keiner Weise die Rechte und Verpflichtungen einer Vertragspartei aufgrund derzeit geltender internationaler Verträge, Übereinkommen oder Abkommen.
2. Dieses Abkommen berührt nicht das Recht der Vertragsparteien, strengere Massnahmen zur Erhaltung der wandernden Wasservögel und ihrer Lebensräume aufrechtzuerhalten oder einzuführen.
Art. XII Beilegung von Streitigkeiten
1.  Jede Streitigkeit zwischen zwei oder mehr Vertragsparteien über die Auslegung oder Anwendung dieses Abkommens wird durch Verhandlungen zwischen den streitenden Vertragsparteien beigelegt.
2.  Kann die Streitigkeit nicht nach Absatz 1 dieses Artikels beigelegt werden, so können die Vertragsparteien sie in gegenseitigem Einvernehmen einem Schiedsgericht, insbesondere dem Haager Ständigen Schiedshof, vorlegen; die Vertragsparteien, welche die Streitigkeit dem Schiedsgericht vorlegen, sind an den Schiedsspruch gebunden.
Art. XIII Unterzeichnung, Ratifikation, Annahme, Genehmigung, Beitritt
1.  Dieses Abkommen liegt für jeden Arealstaat, gleichviel ob seiner Hoheitsgewalt unterstehende Gebiete im Abkommensgebiet liegen oder nicht, und für jede Organisation der regionalen Wirtschaftsintegration, unter deren Mitgliedern mindestens ein Arealstaat ist, zur Unterzeichnung auf. Diese kann erfolgen:
(a)
durch Unterzeichnung ohne Vorbehalt der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung oder
(b)
durch Unterzeichnung vorbehaltlich der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung mit nachfolgender Ratifikation, Annahme oder Genehmigung.
2.  Dieses Abkommen liegt bis zum Tag seines Inkrafttretens in Den Haag zur Unterzeichnung auf.
3.  Dieses Abkommen steht vom Tag seines Inkrafttretens an allen in Absatz 1 dieses Artikels genannten Arealstaaten und Organisationen der regionalen Wirtschaftsintegration zum Beitritt offen.
4.  Die Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunden werden beim Verwahrer dieses Abkommens hinterlegt.
Art. XIV Inkrafttreten
1.  Dieses Abkommen tritt am ersten Tag des dritten Monats nach dem Zeitpunkt in Kraft, zu dem mindestens vierzehn Arealstaaten oder Organisationen der regionalen Wirtschaftsintegration, die mindestens sieben aus Afrika und sieben aus Eurasien einschliessen, es ohne Vorbehalt der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung unterzeichnet oder nach Artikel XIII ihre Ratifikations-, Annahme- oder Genehmigungsurkunde hinterlegt haben.
2.  Für einen Arealstaat oder eine Organisation der regionalen Wirtschaftsintegration, die nach dem Zeitpunkt, zu dem die für das Inkrafttreten erforderliche Zahl von Arealstaaten und Organisationen der Wirtschaftsintegration das Abkommen ohne Vorbehalt unterzeichnet oder es gegebenenfalls ratifiziert, angenommen oder genehmigt haben:
(a)
dieses Abkommen ohne Vorbehalt der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung unterzeichnen,
(b)
es ratifizieren, annehmen oder genehmigen, oder
(c)
ihm beitreten,
tritt dieses Abkommen am ersten Tag des dritten Monats in Kraft, der auf den Zeitpunkt folgt, zu dem dieser Staat oder diese Organisation es ohne Vorbehalt unterzeichnet oder eine Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde hinterlegt haben.
Art. XV Vorbehalte
Allgemeine Vorbehalte zu diesem Abkommen sind nicht zulässig. Jedoch kann jeder Staat oder Organisation der regionalen Wirtschaftsintegration bei der Unterzeichnung ohne Vorbehalt der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung beziehungsweise bei der Hinterlegung der Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde einen besonderen Vorbehalt in Bezug auf eine bestimmte, dem Abkommen unterliegende Art oder auf eine konkrete Bestimmung des Aktionsplans anbringen. Ein solcher Vorbehalt kann vom Staat oder von der Organisation der regionalen Wirtschaftsintegration, die ihn angebracht haben, jederzeit durch schriftliche Notifikation an den Verwahrer zurückgezogen werden; dieser Staat oder diese Organisation sind nicht vor Ablauf von dreissig Tagen seit dem Zeitpunkt, zu dem der Vorbehalt zurückgezogen wurde, durch die Bestimmungen gebunden, die Gegenstand des Vorbehalts waren.
Art. XVI Kündigung
Eine Vertragspartei kann dieses Abkommen jederzeit durch eine an den Verwahrer gerichtete schriftliche Notifikation kündigen. Die Kündigung wird zwölf Monate nach Eingang der Notifikation beim Verwahrer wirksam.
Art. XVII Verwahrer
1.  Die Urschrift dieses Abkommens, die in englischer, arabischer, französischer und russischer Sprache abgefasst ist, wobei jede Fassung gleichermassen verbindlich ist, wird bei der Regierung des Königreichs der Niederlande als Verwahrer hinterlegt. Der Verwahrer übermittelt allen in Artikel XIII Absatz 1 dieses Abkommens bezeichneten Staaten und Organisationen der regionalen Wirtschaftsintegration sowie dem Sekretariat des Abkommens, sobald es eingerichtet ist, beglaubigte Abschriften dieser Fassungen.
2.  Sogleich nach Inkrafttreten dieses Abkommens übermittelt der Verwahrer dem Sekretariat der Vereinten Nationen eine beglaubigte Abschrift zur Registrierung und Veröffentlichung gemäss Artikel 102 der Charta der Vereinten Nationen⁷.
3.  Der Verwahrer unterrichtet alle Staaten und alle Organisationen der regionalen Wirtschaftsintegration, die dieses Abkommen unterzeichnet haben oder ihm beigetreten sind, sowie das Sekretariat des Abkommens über:
(a)
jede Unterzeichnung,
(b)
jede Hinterlegung einer Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde,
(c)
den Zeitpunkt des Inkrafttretens des Abkommens und jedes weiteren Anhangs sowie jeder Änderung des Abkommens oder seiner Anhänge,
(d)
jeden Vorbehalt betreffend einen neuen Anhang oder eine Änderung eines Anhangs,
(e)
jede Notifikation des Rückzugs eines Vorbehalts,
(f)
jede Notifikation der Kündigung des Abkommens.
Der Verwahrer übermittelt allen Staaten und allen Organisationen der regionalen Wirtschaftsintegration, die dieses Abkommen unterzeichnet haben oder ihm beigetreten sind, sowie dem Sekretariat des Abkommens den Wortlaut jedes Vorbehalts, jedes weiteren Anhangs und jeder Änderung des Abkommens oder seiner Anhänge.
⁷ SR 0.120

Unterschriften

Zu Urkund dessen haben die hierzu gehörig befugten Unterzeichneten dieses Abkommen unterschrieben.
Geschehen zu Den Haag am fünfzehnten August Neunzehnhundertsechsundneunzig.
(Es folgen die Unterschriften)

Anhang 1

Bestimmung des Abkommensgebiets

Die Grenzen des Abkommensgebiets werden wie folgt festgelegt: vom Nordpol in Richtung Süden entlang des 130. westlichen Längengrads bis zum 75. nördlichen Breitengrad; von dort in Richtung Osten und Südosten über den Viscount Melville Sund, Prince Regent Inlet, den Golf von Boothia, das Foxe Becken, den Foxe Kanal und die Hudsonstrasse bis zu einem im nordwestlichen Atlantik gelegenen Punkt, dessen Koordinaten 60° nördliche Breite und 60° westliche Länge sind; von dort gegen Südosten durch den nordwestlichen Atlantik bis zu einem Punkt dessen Koordinaten 50° nördliche Breite und 30° westliche Länge sind; von dort entlang dem 30. westlichen Längengrad bis zum 10. nördlichen Breitengrad; von dort gegen Südosten bis zur Schnittstelle des Äquators mit dem 20. westlichen Längengrad; von dort gegen Süden entlang dem 20. westlichen Längengrad bis zum 40. südlichen Breitengrad; von dort gegen Osten entlang dem 40. südlichen Breitengrad bis zum 60. östlichen Längengrad; von dort gegen Norden entlang dem 60. östlichen Längengrad bis zum 35. nördlichen Breitengrad; von dort gegen Nordosten, in einem Grosskreisbogen bis zu einem im westlichen Altai gelegenen Punkt, dessen Koordinaten 49° nördliche Breite und 87° 27’ östliche Länge sind; von dort in einem Grosskreisbogen durch Zentralsibirien bis an die Küste des Nördlichen Eismeeres bei 130° östlicher Breite; von dort entlang dem 130. östlichen Breitengrad bis zum Nordpol. Das Abkommensgebiet ist auf der beiliegenden Karte eingezeichnet.

Karte des Abkommensgebiets ⁸

⁸ Die Karte wird in der AS nicht veröffentlicht.

Anhang 2 ⁹

⁹ Fassung gemäss Änd. vom 14. Nov. 2025, in Kraft seit 12. Febr. 2026 ( AS 2026 132 ).

Wasservogelarten, auf die sich dieses Abkommen bezieht

Familie ANATIDAE (Entenverwandte)

Dendrocygna viduata

Witwenpfeifgans

Dendrocygna bicolor

Gelbbrustpfeifgans

Thalassornis leuconotus

Weissrückenpfeifgans/
Weissrückenente

Oxyura maccoa

Maccoaente

Oxyura leucocephala

Weisskopfruderente

Cygnus olor

Höckerschwan

Cygnus cygnus

Singschwan

Cygnus columbianus

Zwergschwan

Branta bernicla

Ringelgans

Branta leucopsis

Weisswangengans

Branta ruficollis

Rothalsgans

Anser anser

Graugans

Anser fabalis

Saatgans

Anser brachyrhynchus

Kurzschnabelgans

Anser albifrons

Blässgans

Anser erythropus

Zwerggans

Clangula hyemalis

Eisente

Somateria spectabilis

Prachteiderente

Somateria mollissima

Eiderente

Polysticta stelleri

Scheckente

Melanitta fusca

Samtente

Melanitta nigra

Trauerente

Bucephala clangula

Schellente

Mergellus albellus

Zwergsäger

Mergus merganser

Gänsesäger

Mergus serrator

Mittelsäger

Alopochen aegyptiaca

Nilgans

Tadorna tadorna

Brandgans

Tadorna ferruginea

Rostgans

Tadorna cana

Graukopfkasarka

Plectropterus gambensis

Sporengans

Sarkidiornis melanotos

Glanzente

Nettapus auritus

Afrikanische Zwergente

Marmaronetta angustirostris

Marmelente

Netta rufina

Kolbenente

Netta erythrophthalma

Rotaugenente

Aythya ferina

Tafelente

Aythya nyroca

Moorente

Aythya fuligula

Reiherente

Aythya marila

Bergente

Spatula querquedula

Knäckente

Spatula hottentota

Pünktchenente

Spatula clypeata

Löffelente

Mareca strepera

Schnatterente

Mareca penelope

Pfeifente

Anas undulata

Gelbschnabelente

Anas platyrhynchos

Stockente

Anas capensis

Fahlente

Anas erythrorhyncha

Rotschnabelente

Anas acuta

Spiessente

Anas crecca

Krickente

Familie PODICIPEDIDAE (Lappentaucher)

Tachybaptus ruficollis

Zwergtaucher

Podiceps grisegena

Rothalstaucher

Podiceps cristatus

Haubentaucher

Podiceps auritus

Ohrentaucher

Podiceps nigricollis

Schwarzhalstaucher

Familie PHOENICOPTERIDAE (Flamingos)

Phoenicopterus roseus

Rosaflamingo

Phoeniconaias minor

Zwergflamingo

Familie PHAETHONTIDAE (Tropikvögel)

Phaethon aethereus

Rotschnabel-Tropikvogel

Phaethon rubricauda

Rotschwanz-Tropikvogel

Phaethon lepturus

Weissschwanz-Tropikvogel

Familie RALLIDAE (Rallen)

Sarothrura elegans

Tropfenralle

Sarothrura boehmi

Böhmralle

Sarothrura ayresi

Spiegelralle

Rallus aquaticus

Wasserralle

Rallus caerulescens

Kapralle

Crex egregia

Steppenralle

Crex crex

Wachtelkönig

Porzana porzana

Tüpfelsumpfhuhn

Zapornia flavirostra

Mohrenralle

Zapornia parva

Kleines Sumpfhuhn

Zapornia pusilla

Zwergsumpfhuhn

Amaurornis marginalis

Graukehl-Sumpfhuhn

Porphyrio alleni

Bronzesultanshuhn

Gallinula chloropus

Teichhuhn

Paragallinula angulata

Zwergteichhuhn

Fulica cristata

Kammblässhuhn

Fulica atra

Blässhuhn

Familie GRUIDAE (Kraniche)

Balearica regulorum

Südafrikanischer Kronenkranich

Balearica pavonina

Kronenkranich

Leucogeranus leucogeranus

Schneekranich

Bugeranus carunculatus

Klunkerkranich

Anthropoides paradiseus

Paradieskranich

Anthropoides virgo

Jungfernkranich

Grus grus

Kranich/Graukranich

Familie GAVIIDAE (Seetaucher)

Gavia stellata

Sterntaucher

Gavia arctica

Prachttaucher

Gavia immer

Eistaucher

Gavia adamsii

Gelbschnabeltaucher

Familie SPHENISCIDAE (Pinguine)

Spheniscus demersus

Brillenpinguin

Familie CICONIIDAE (Störche)

Leptoptilos crumenifer

Marabu

Mycteria ibis

Nimmersatt

Anastomus lamelligerus

Mohrenklaffschnabel

Ciconia nigra

Schwarzstorch

Ciconia abdimii

Abdimstorch

Ciconia microscelis

Afrikanischer Wollhalsstorch

Ciconia ciconia

Weissstorch

Familie THRESKIORNITHIDAE (Ibisse)

Platalea alba

Afrikanischer Löffler/
Rosenfusslöffler

Platalea leucorodia

Löffler

Threskiornis aethiopicus

Heiliger Ibis

Geronticus eremita

Waldrapp

Plegadis falcinellus

Sichler

Familie ARDEIDAE (Reiher)

Botaurus stellaris

Rohrdommel

Ixobrychus minutus

Zwergdommel

Ixobrychus sturmii

Graurückendommel

Nycticorax nycticorax

Nachtreiher

Ardeola ralloides

Rallenreiher

Ardeola idae

Dickschnabelreiher

Ardeola rufiventris

Rotbauchreiher

Bubulcus ibis

Kuhreiher

Ardea cinerea

Graureiher

Ardea melanocephala

Schwarzhalsreiher

Ardea purpurea

Purpurreiher

Ardea alba

Silberreiher

Ardea brachyrhyncha

Afrikamittelreiher

Egretta ardesiaca

Glockenreiher

Egretta vinaceigula

Braunkehlreiher

Egretta garzetta

Seidenreiher

Egretta gularis

Küstenreiher

Familie BALAENICIPITIDAE (Schuhschnabel)

Balaeniceps rex

Schuhschnabel

Familie PELECANIDAE (Pelikane)

Pelecanus crispus

Krauskopfpelikan

Pelecanus rufescens

Rötelpelikan

Pelecanus onocrotalus

Rosapelikan

Familie FREGATIDAE (Fregattvögel)

Fregata ariel

Arielfregattvogel

Fregata minor

Bindenfregattvogel

Familie SULIDAE (Tölpel)

Morus bassanus

Basstölpel

Morus capensis

Kaptölpel

Sula dactylatra

Maskentölpel

Familie PHALACROCORACIDAE (Kormorane)

Microcarbo coronatus

Wahlbergscharbe

Microcarbo pygmaeus

Zwergscharbe

Gulosus aristotelis

Krähenscharbe

Phalacrocorax carbo

Kormoran

Phalacrocorax capensis

Kapkormoran

Phalacrocorax nigrogularis

Sokotrakormoran

Phalacrocorax neglectus

Küstenscharbe

Familie BURHINIDAE (Triele)

Burhinus senegalensis

Senegaltriel

Familie PLUVIANIDAE (Krokodilwächter)

Pluvianus aegyptius

Krokodilwächter

Familie HAEMATOPODIDAE (Austernfischer)

Haematopus moquini

Schwarzer Austernfischer

Haematopus ostralegus

Austernfischer

Familie RECURVIROSTRIDAE (Säbelschnäblerverwandte)

Recurvirostra avosetta

Säbelschnäbler

Himantopus himantopus

Stelzenläufer

Familie CHARADRIIDAE (Regenpfeiferverwandte)

Pluvialis squatarola

Kiebitzregenpfeifer

Pluvialis apricaria

Goldregenpfeifer

Pluvialis fulva

Tundra-Goldregenpfeifer

Eudromias morinellus

Mornellregenpfeifer

Charadrius hiaticula

Sandregenpfeifer

Charadrius dubius

Flussregenpfeifer

Charadrius pecuarius

Hirtenregenpfeifer

Charadrius tricollaris

Dreibandregenpfeifer

Charadrius forbesi

Braunstirnregenpfeifer

Charadrius marginatus

Weissstirnregenpfeifer

Charadrius alexandrinus

Seeregenpfeifer

Charadrius pallidus

Rotbandregenpfeifer

Charadrius atrifrons

Tibetregenpfeifer

Charadrius leschenaultii

Wüstenregenpfeifer

Charadrius asiaticus

Wermutregenpfeifer

Vanellus vanellus

Kiebitz

Vanellus spinosus

Spornkiebitz

Vanellus albiceps

Langspornkiebitz/
Weissscheitelkiebitz

Vanellus lugubris

Trauerkiebitz

Vanellus melanopterus

Schwarzflügelkiebitz

Vanellus coronatus

Kronenkiebitz

Vanellus senegallus

Senegalkiebitz

Vanellus superciliosus

Rotbrustkiebitz

Vanellus gregarius

Steppenkiebitz

Vanellus leucurus

Weissschwanzkiebitz

Familie SCOLOPACIDAE (Schnepfenverwandte)

Numenius phaeopus

Regenbrachvogel

Numenius tenuirostris

Dünnschnabelbrachvogel

Numenius arquata

Grosser Brachvogel

Limosa lapponica

Pfuhlschnepfe

Limosa limosa

Uferschnepfe

Arenaria interpres

Steinwälzer

Calidris tenuirostris

Grosser Knutt

Calidris canutus

Knutt

Calidris pugnax

Kampfläufer

Calidris falcinellus

Sumpfläufer

Calidris ferruginea

Sichelstrandläufer

Calidris temminckii

Temminckstrandläufer

Calidris alba

Sanderling

Calidris alpina

Alpenstrandläufer

Calidris maritima

Meerstrandläufer

Calidris minuta

Zwergstrandläufer

Scolopax rusticola

Waldschnepfe

Gallinago stenura

Stiftbekassine

Gallinago media

Doppelschnepfe

Gallinago gallinago

Bekassine

Lymnocryptes minimus

Zwergschnepfe

Phalaropus lobatus

Odinshühnchen

Phalaropus fulicarius

Thorshühnchen

Xenus cinereus

Terekwasserläufer

Actitis hypoleucos

Flussuferläufer

Tringa ochropus

Waldwasserläufer

Tringa erythropus

Dunkler Wasserläufer

Tringa nebularia

Grünschenkel

Tringa totanus

Rotschenkel

Tringa glareola

Bruchwasserläufer

Tringa stagnatilis

Teichwasserläufer

Familie DROMADIDAE (Reiherläufer)

Dromas ardeola

Reiherläufer

Familie GLAREOLIDAE (Brachschwalbenverwandte)

Glareola pratincola

Rotflügelbrachschwalbe

Glareola nordmanni

Schwarzflügelbrachschwalbe

Glareola ocularis

Madagaskarbrachschwalbe

Glareola nuchalis

Halsbandbrachschwalbe

Glareola cinerea

Weissachselbrachschwalbe

Familie LARIDAE (Möwen, Seeschwalben)

Anous stolidus

Noddiseeschwalbe

Anous tenuirostris

Schlankschnabelnoddi

Rynchops flavirostris

Afrikascherenschnabel

Hydrocoloeus minutus

Zwergmöwe

Xema sabini

Schwalbenmöwe

Rissa tridactyla

Dreizehenmöwe

Larus genei

Dünnschnabelmöwe

Larus ridibundus

Lachmöwe

Larus hartlaubii

Hartlaubmöwe

Larus cirrocephalus

Graukopfmöwe

Larus ichthyaetus

Fischmöwe

Larus melanocephalus

Schwarzkopfmöwe

Larus hemprichii

Hemprichmöwe

Larus leucopthalmus

Weissaugenmöwe

Larus audouinii

Korallenmöwe

Larus canus

Sturmmöwe

Larus dominicanus

Dominikanermöwe

Larus fuscus

Heringsmöwe

Larus argentatus

Silbermöwe

Larus armenicus

Armenienmöwe

Larus michahellis

Mittelmeermöwe

Larus cachinnans

Steppenmöwe

Larus glaucoides

Polarmöwe

Larus hyperboreus

Eismöwe

Larus marinus

Mantelmöwe

Onychoprion fuscatus

Russseeschwalbe

Onychoprion anaethetus

Zügelseeschwalbe

Sternula albifrons

Zwergseeschwalbe

Sternula saundersi

Orientseeschwalbe

Sternula balaenarum

Damaraseeschwalbe

Gelochelidon nilotica

Lachseeschwalbe

Hydroprogne caspia

Raubseeschwalbe

Chlidonias hybrida

Weissbartseeschwalbe

Chlidonias leucopterus

Weissflügelseeschwalbe

Chlidonias niger

Trauerseeschwalbe

Sterna dougallii

Rosenseeschwalbe

Sterna hirundo

Flussseeschwalbe

Sterna repressa

Weisswangenseeschwalbe

Sterna paradisaea

Küstenseeschwalbe

Sterna vittata

Antipodenseeschwalbe

Thalasseus bengalensis

Rüpellseeschwalbe

Thalasseus sandvicensis

Brandseeschwalbe

Thalasseus maximus

Königsseeschwalbe

Thalasseus bergii

Eilseeschwalbe

Familie STERCORARIIDAE (Raubmöwen)

Stercorarius longicaudus

Falkenraubmöwe

Catharacta skua

Skua

Familie ALCIDAE (Alken)

Fratercula arctica

Papageitaucher

Cepphus grylle

Gryllteiste

Alca torda

Tordalk

Alle alle

Krabbentaucher

Uria lomvia

Dickschnabellumme

Uria aalge

Trottellumme

Anhang 3 ¹⁰

¹⁰ Fassung gemäss Änd. vom 14. Nov. 2025, in Kraft seit 12. Febr. 2026 ( AS 2026 132 ).

Aktionsplan

1 Geltungsbereich

1.1
Der Aktionsplan gilt für die Bestände der wandernden Wasservögel, die in Tabelle 1 dieses Anhangs aufgeführt sind (in der Folge «Tabelle 1» genannt).
1.2
Tabelle 1 ist integrierender Bestandteil dieses Anhangs. Jeder Bezug auf den Aktionsplan ist auch ein Bezug auf Tabelle 1.

2 Artenschutz

2.1
Rechtliche Massnahmen
2.1.1
Die Vertragsparteien mit Beständen, die in Kolonne A von Tabelle 1 dieses Aktionsplans aufgeführt werden, kümmern sich um den Schutz dieser Bestände nach Artikel III Absatz 2 Buchstabe (a) des Abkommens. Die Vertragsparteien sollen insbesondere und unter Vorbehalt von Absatz 2.1.3 dieses Anhangs: a)
die Entnahme von Vögeln und Eiern dieser Bestände auf ihrem Hoheitsgebiet verbieten;
b)
vorsätzliche Störungen verbieten, insofern diese Störungen für die Erhaltung der betreffenden Bestände von Bedeutung sind; und
c)
Besitz, Nutzung von und Handel mit Vögeln dieser Bestände und ihren Eiern, wenn diese in Zuwiderhandlung zum unter Buchstabe a festgehaltenen Verbot entnommen worden sind, sowie Besitz, Nutzung von und Handel mit leicht identifizierbaren Teilen oder Produkten dieser Vögel und ihrer Eier verbieten.
Ausnahmsweise kann für Bestände, die in den Kategorien 2 und 3 der Kolonne A aufgeführt und mit einem Sternchen versehen sind, sowie für die Bestände der Kategorie 4 der Kolonne A die Jagd auf nachhaltige Weise¹¹ weitergeführt werden. Die nachhaltige Nutzung wird im Rahmen eines internationalen Aktionsplans nach Art erfolgen, mit dessen Hilfe die Vertragsparteien danach streben, die Grundsätze einer adaptiven Entnahmebewirtschaftung¹² umzusetzen. Diese Nutzung unterliegt zumindest denselben rechtlichen Bestimmungen, die gemäss Absatz 2.1.2 dieses Anhangs für die Entnahme aus der Natur von Vögeln aller Bestände gelten, die unter Kolonne B von Tabelle 1 genannt werden.
2.1.2
Die Vertragsparteien mit in Tabelle 1 aufgeführten Beständen regeln die Entnahme von Vögeln und Eiern aller Bestände, die unter Kolonne B von Tabel-le 1 genannt werden. Das Ziel dieser Regelung ist es, diese Bestände zu erhalten oder dazu beizutragen, dass für sie eine günstige Erhaltungssituation wiederhergestellt wird, und sicherzustellen, dass nach den besten verfügbaren Erkenntnissen betreffend Populationsdynamik jegliche Entnahme aus der Natur oder sonstige Nutzung dieser Vögel oder Eier nachhaltig ist. Diese Regelung wird insbesondere und unter Vorbehalt der Bestimmungen in Absatz 2.1.3 dieses Anhangs: a)
die Entnahme aus der Natur von Vögeln aus den betreffenden Beständen während der verschiedenen Brutphasen und der Aufzucht der Jungen und während ihrer Rückkehr zu den Brutstätten verbieten, insofern diese Entnahme aus der Natur einen ungünstigen Einfluss auf die Erhaltungssituation der betreffenden Bestände haben würde;
b)
Art und Weise der Entnahme aus der Natur regeln und namentlich sämtliche Arten der systematischen Entnahme aus der Natur sowie sämtlicher Hilfsmittel verbieten, die zu massiven Zerstörungen sowie zum lokalen Verschwinden oder zu erheblichen Beeinträchtigungen von Populationen einer Art zur Folge haben können, darunter: – Schlingen,
– Leimruten,
– Haken,
– als Lockmittel verwendete geblendete oder verstümmelte lebende Vögel,
– Tonbandgeräte und andere elektronische Geräte,
– elektrische Geräte, die töten oder betäuben können,
– künstliche Lichtquellen,
– Spiegel und andere blendende Vorrichtungen,
– Vorrichtungen zur Beleuchtung der Ziele,
– Visiervorrichtungen für das Schiessen bei Nacht mit elektronischem Bildverstärker oder Bildumwandler,
– Sprengstoffe,
– Netze,
– Fallen,
– Gift,
– vergiftete oder betäubende Köder,
– halbautomatische oder automatische Waffen, deren Magazin mehr als zwei Patronen aufnehmen kann,
– Flugzeuge, Motorfahrzeuge oder Boote, die eine Geschwindigkeit von mehr als 5 km/h erreichen (18 km/h auf hoher See),
die Vertragsparteien können Ausnahmen von den in Absatz 2.1.2 (b) dieses Anhangs genannten Verboten gewähren, um die Nutzung zur Deckung des Nahrungsbedarfs zu erlauben, unter der Voraussetzung allerdings, dass diese Nutzung nachhaltig erfolgt;
c)
die Grenzen der Entnahme aus der Natur soweit angebracht festlegen und geeignete Kontrollen einsetzen, um sicherzustellen, dass diese Grenzen eingehalten werden; und
d)
Besitz und Nutzung von und Handel mit Vögeln der betreffenden Bestände und ihren Eiern verbieten, die unter Missachtung der in den Bestimmungen dieses Absatzes festgelegten Verbote aus der Natur entnommen werden, sowie Besitz und Nutzung von und Handel mit Teilen dieser Vögel und ihrer Eier.
2.1.3
Wenn es keine anderen zufriedenstellenden Lösungen gibt, können die Vertragsparteien Ausnahmen von den in den Absätzen 2.1.1 und 2.1.2 erlassenen Verboten zulassen, unter Vorbehalt der Bestimmungen in Artikel III Absatz 5 des Übereinkommens, und zwar aus folgenden Gründen: a)
um wichtige Schäden an Kulturen, Gewässern und Fischereigebieten zu verhindern;
b)
im Interesse der Flugsicherung, der Gesundheit und der öffentlichen Sicherheit oder aus anderen zwingenden Gründen des öffentlichen Interesses, einschliesslich sozialer oder wirtschaftlicher Gründe, oder zum Wohl der Umwelt;
c)
zu Zwecken der Forschung und Bildung, der Wiederherstellung sowie für die dafür notwendige Aufzucht;
d)
um unter strikter Kontrolle selektiv und in einem beschränkten Rahmen die Entnahme aus der Natur, den Besitz oder jegliche andere fachgemässe Nutzung gewisser Vögel in kleinen Mengen zu erlauben; und
e)
mit dem Ziel, die Verbreitung oder das Überleben der betreffenden Bestände zu verbessern.
Diese Ausnahmen werden in ihrem Inhalt und ihren zeitlichen und räumlichen Grenzen genau festgelegt und dürfen den in Tabelle 1 aufgeführten Beständen keinen Schaden zufügen. Die Vertragsparteien informieren das Sekretariat des Abkommens so schnell wie möglich über jede Ausnahme, die sie aufgrund dieser Bestimmung zugelassen haben.
2.2
Aktionsplan nach Art(en)
2.2.1
Die Vertragsparteien arbeiten zusammen, um die internationalen Aktionspläne nach Art(en) vorrangig für die Bestände, die in Kategorie 0 der Kolonne A von Tabelle 1 aufgeführt sind und die in der Natur ausgestorben oder möglicherweise in der Natur ausgestorben sind, und für die Bestände, die unter Kategorie 1 der Kolonne A von Tabelle 1 genannt werden, auszuarbeiten und zu verwirklichen sowie für die mit einem Sternchen gekennzeichneten Bestände in Kolonne A von Tabelle 1. Das Sekretariat des Abkommens koordiniert die Ausarbeitung, Harmonisierung und Verwirklichung dieser Pläne.
2.2.2
Die Vertragsparteien bereiten nationale Aktionspläne nach Art(en) vor und verwirklichen sie, um die allgemeine Erhaltungssituation der in Kolonne A von Tabelle 1 aufgeführten Bestände zu verbessern. Solche Pläne enthalten spezielle Bestimmungen, für die mit einem Sternchen bezeichneten Bestände. Wenn angebracht, sollte das Problem, dass Jägerinnen oder Jäger Vögel aufgrund falscher Identifizierung versehentlich töten, erwogen werden.
2.3
Dringliche Massnahmen
Falls an irgendeinem Ort des Abkommensgebiets besonders ungünstige oder gefährliche Bedingungen auftreten sollten, arbeiten die Vertragsparteien, wenn immer möglich und angebracht zusammen, um dringliche Massnahmen für die Bestände zu entwickeln und durchzuführen, die in Tabelle 1 aufgeführt werden.
2.4
Wiederansiedlung
Die Vertragsparteien wenden grösste Wachsamkeit auf, wenn in Tabelle 1 aufgeführte Bestände in Teilen ihres herkömmlichen Verbreitungsgebiets wiederangesiedelt werden, nachdem sie von dort verschwunden sind. Die Vertragsparteien bemühen sich, einen detaillierten Wiederansiedlungsplan auszuarbeiten und zu befolgen, der sich auf sachdienliche wissenschaftliche Studien abstützt. Die Wiederansiedlungspläne sollten ein integrierender Bestandteil der nationalen Aktionspläne und gegebenenfalls der internationalen Aktionspläne nach Art(en) darstellen. Ein Wiederansiedlungsplan sollte eine Umweltverträglichkeitsprüfung enthalten; er soll umfassend verbreitet werden. Die Vertragsparteien informieren das Sekretariat des Abkommens im Voraus über jedes Wiederansiedlungsprogramm für in Tabelle 1 aufgeführte Bestände. Die Bestände, die in Kategorie 0 der Kolonne A von Tabelle 1 genannt werden und die in der Natur ausgestorben oder möglicherweise in der Natur ausgestorben sind, sind für eine Wiederansiedlung in Betracht zu ziehen.
2.5
Einbringungen
2.5.1
Die Vertragsparteien verbieten die Einbringung nicht heimischer Tier- und Pflanzenarten in die Umwelt, die den in Tabelle 1 aufgeführten wandernden Wasservögelbeständen schaden könnten.
2.5.2
Die Vertragsparteien stellen sicher, dass entsprechende Vorsichtsmassnahmen getroffen werden, um zu vermeiden, dass versehentlich gefangene Tiere entweichen, die zu nichtheimischen Arten gehören und die den in Tabelle 1 aufgeführten Beständen schaden könnten.
2.5.3
Falls es durchführbar und angebracht ist, treffen die Vertragsparteien Massnahmen, einbegriffen Entnahmemassnahmen, damit nicht heimische Arten und ihre Hybriden, die auf ihrem Gebiet beobachtet wurden, nicht zu einer möglichen Bedrohung, für die in Tabelle 1 aufgeführten Bestände werden.
¹¹ «Nachhaltige Nutzung» bedeutet, dass Bestandteile der biologischen Vielfalt in einer Weise und in einem Ausmass genutzt werden, die nicht zum langfristigen Rückgang der biologischen Vielfalt führen, wodurch ihr Potenzial erhalten bleibt, die Bedürfnisse und Wünsche heutiger und künftiger Generationen zu erfüllen.
¹² Die adaptive Entnahmebewirtschaftung ist ein periodisches Verfahren zur Reglementierung der Jagd, das auf einer Beobachtung der Populationen und Lebensräume, einem Monitoring der Entnahmen aus der Natur, einer Analyse der Daten und der Definition reglementarischer Optionen beruht.

3 Erhaltung der Habitate

3.1
Inventar der Habitate
3.1.1
Die Vertragsparteien erstellen und veröffentlichen, falls angebracht in Verbindung mit den geeigneten internationalen Organisationen, nationale Inventare der auf ihrem Gebiet existierenden Habitate, die für die in Tabelle 1 aufgeführten Bestände wichtig sind.
3.1.2
Die Vertragsparteien bemühen sich, vorrangig alle Stätten zu benennen, die für die in Tabelle 1 aufgeführten Beständen von internationaler oder nationaler Bedeutung sind.
3.2
Erhaltung von Gebieten
3.2.1
Die Vertragsparteien bemühen sich, weiterhin Schutzgebiete zur Erhaltung der Habitate zu schaffen, die für die in Tabelle 1 aufgeführten Bestände wichtig sind, und für diese Gebiete Managementpläne auszuarbeiten und anzuwenden.
3.2.2
Die Vertragsparteien bemühen sich um einen besonderen Schutz der Feuchtgebiete¹³, die hinsichtlich der internationalen Bedeutung international anerkannte Kriterien erfüllen.
3.2.3
Die Vertragsparteien bemühen sich, alle Feuchtgebiete auf ihrem Territorium rationell und nachhaltig zu nutzen. Sie bemühen sich insbesondere, die Beeinträchtigung und den Verlust von Habitaten von in Tabelle 1 aufgeführten Beständen zu verhindern, indem sie entsprechende Verordnungen, Normen und Kontrollmassnahmen einführen. Sie bemühen sich insbesondere: a)
in Übereinstimmung mit internationalen Normen angemessene vorschriftsmässige Massnahmen in Bezug auf den Einsatz von chemischen Produkten in der Landwirtschaft, die Schädlingsbekämpfung und die Abwasserbeseitigung zu treffen, mit dem Ziel, die ungünstigen Einflüsse dieser Praktiken auf die in Tabelle 1 aufgeführten Bestände auf das Minimum zu reduzieren;
b)
eine Dokumentation in den jeweiligen Sprachen vorzubereiten und zu verbreiten, in der die entsprechenden gültigen Verordnungen, Normen und Kontrollmassnahmen und ihre Vorteile für die Bevölkerung und die Pflanzen- und Tierwelt beschrieben werden.
3.2.4
Die Vertragsparteien bemühen sich, auf den Ökosystemen basierende Strategien für die Erhaltung der Habitate aller in Tabelle 1 aufgeführten Bestände auszuarbeiten, einbegriffen die Habitate von verstreuten Beständen.
3.3
Sanierung und Wiederherstellung
Wenn immer es durchführbar und angebracht ist, bemühen sich die Vertragsparteien, Zonen zu sanieren und wiederherzustellen, die früher für die in Tabelle 1 aufgeführten Bestände wichtig waren; dazu gehören Zonen, die beispielsweise durch Klimaveränderungen, hydrologische Veränderungen, die Landwirtschaft, die Verbreitung invasiver exotischer Wasservogelarten, natürliche Sukzession, unkontrollierte Brände, unnachhaltige Nutzung, Eutrophierung oder Verschmutzung beeinträchtigt wurden.
¹³ Für die Umsetzung des Abkommens gilt die Begriffsbestimmung von «Feuchtgebiet» nach Artikel 1 Absatz 1 des Übereinkommens vom 2. Februar 1971 über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung ( SR  0.451.45 ).

4 Steuerung menschlicher Tätigkeiten

4.1
Jagd
4.1.1
Die Vertragsparteien arbeiten zusammen, damit ihre Jagdgesetze das Prinzip der nachhaltigen Nutzung umsetzen, wie dies im vorliegenden Aktionsplan vorgesehen ist, unter Berücksichtigung des gesamten geografischen Verbreitungsgebiets der betreffenden Wasservogelbestände und ihrer biologischen Eigenheiten.
4.1.2
Das Sekretariat des Abkommens wird von den Vertragsparteien laufend über ihre jeweilige Gesetzgebung über die Jagd, der in Tabelle 1 aufgeführten Bestände informiert.
4.1.3
Die Vertragsparteien arbeiten zusammen, um ein zuverlässiges und aufeinander abgestimmtes System für die Sammlung von Daten über die Entnahmen aus der Natur zu entwickeln, damit die jährliche Entnahme unter den in Tabelle 1 aufgeführten Beständen überprüft werden kann. Wenn die Information vorhanden ist, legen sie dem Sekretariat des Abkommens für jeden Bestand Schätzungen über die gesamten jährlichen Entnahmen vor.
4.1.4
Die Vertragsparteien bemühen sich, den Gebrauch von Bleischrot für die Jagd in den Feuchtgebieten gemäss von ihnen selbst beschlossenen und veröffentlichen Zeitplänen so rasch als möglich zu unterbinden.
4.1.5¹⁴
4.1.6
Die Vertragsparteien entwickeln und setzen Massnahmen ein, um die illegalen Entnahmen aus der Natur zu reduzieren und im Rahmen des Möglichen ganz zu unterbinden.
4.1.7
Falls notwendig, ermutigen die Vertragsparteien die Jägerinnen und Jäger, auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene ihre eigenen Verbände oder Organisationen zu schaffen, um ihre Aktivitäten zu koordinieren und das Konzept der nachhaltigen Nutzung zu verwirklichen.
4.1.8
Die Vertragsparteien ermutigen falls notwendig obligatorische Fähigkeitsprüfungen für Jägerinnen und Jäger, die unter anderem auch die Identifizierung von Vögeln abdecken.
4.2
Ökotourismus
4.2.1
Ausser, wenn es sich um zentrale Zonen von Schutzgebieten handelt, fördern die Vertragsparteien, wenn angebracht, die Ausarbeitung von Programmen, in denen alle Beteiligten zusammenarbeiten, um einen passenden und angebrachten Ökotourismus in den Feuchtgebieten zu entwickeln, in denen in Tabelle 1 aufgeführte Bestände konzentriert sind.
4.2.2
Die Vertragsparteien bemühen sich, in Zusammenarbeit mit den geeigneten internationalen Organisationen Kosten, Vorteile und andere Konsequenzen zu prüfen, die aus dem Ökotourismus in den Feuchtgebieten entstehen können, in denen in Tabelle 1 aufgeführte und dafür ausgewählte Bestände konzentriert sind. Sie übermitteln das Resultat jeglicher so durchgeführten Überprüfung dem Sekretariat des Abkommens.
4.3
Sonstige menschliche Tätigkeiten
4.3.1
Die Vertragsparteien prüfen die Verträglichkeit von Projekten, die zwischen den in Tabelle 1 aufgeführten Beständen, die sich in den in Absatz 3.2 erwähnten Gebieten befinden, und menschlichen Interessen Konflikte herbeiführen könnten, und sie sorgen dafür, dass die Resultate dieser Prüfungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
4.3.2
Die Vertragsparteien bemühen sich, Informationen über die verschiedenen Schäden insbesondere an den Kulturen und in Fischereigebieten zu sammeln, die von den in Tabelle 1 aufgeführten Beständen hervorgerufen wurden, und übermitteln dem Sekretariat des Abkommens einen Bericht über die erreichten Resultate.
4.3.3
Die Vertragsparteien arbeiten zusammen, um die passenden Techniken zu ermitteln, um die Auswirkungen der von in Tabelle 1 aufgeführten Bestände hervorgerufenen Schäden, insbesondere an den Kulturen und in Fischereigebieten, auf ein Minimum zu reduzieren oder zu verringern.
4.3.4
Die Vertragsparteien arbeiten zusammen, um Bewirtschaftungspläne nach Art für Bestände zu entwickeln, die vor allem an den Kulturen und in Fischereigebieten bedeutende Schäden hervorrufen. Das Sekretariat des Abkommens koordiniert die Entwicklung und Abstimmung dieser Pläne.
4.3.5
Die Vertragsparteien ermutigen im Rahmen des Möglichen, dass in der Planung und dem Bau von Anlagen hohe Umweltnormen angewandt werden, um deren Auswirkungen auf die in Tabelle 1 aufgeführten Bestände auf ein Minimum zu verringern. Sie sollten Massnahmen in Betracht ziehen, um die Auswirkungen bereits bestehender Anlagen auf ein Minimum zu verringern, falls es offensichtlich wird, dass diese einen ungünstigen Einfluss auf die betreffenden Bestände haben.
4.3.6
Falls die menschlichen Störungen die Erhaltungssituation, der in Tabelle 1 aufgeführten Wasservogelbestände bedrohen, bemühen sich die Vertragsparteien, Massnahmen zur Verringerung dieser Bedrohung zu treffen. Besondere Aufmerksamkeit ist dabei dem Problem der menschlichen Störungen in Brutkolonien von koloniebrütenden Wasservogelarten zu schenken, insbesondere in Kolonien, die sich in beliebten Erholungsgebieten befinden. Passende Massnahmen könnten unter anderem beinhalten, dass innerhalb der Schutzgebiete Zonen geschaffen werden, die frei sind von jeglicher Störung und zu denen der Zutritt der Öffentlichkeit verboten ist.
4.3.7
Die Vertragsparteien werden dringend aufgefordert, auf nationaler Ebene oder im Rahmen Regionaler Fischereiorganisationen (RFOs) und kompetenter internationaler Organisationen zweckdienliche Massnahmen zu ergreifen, um die Auswirkungen der Fischerei¹⁵ auf wandernde Wasservögel auf ein Minimum zu verringern, und nach Möglichkeit innerhalb dieser Gremien zusammenzuarbeiten, um die Sterblichkeit in Gebieten inner- wie ausserhalb ihrer nationalen Gerichtsbarkeit zu vermindern; insbesondere sind geeignete Massnahmen gegen versehentliche Tötung und gegen Beifang durch den Einsatz von Fischereigeräten einschliesslich Stellnetzen, Langleinen und Schleppnetzen zu ergreifen.
4.3.8
Die Vertragsparteien werden ferner dringend aufgefordert, auf nationaler Ebene oder im Rahmen Regionaler Fischereiorganisationen (RFOs) und kompetenter internationaler Organisationen zweckdienliche Massnahmen zu ergreifen, um die Auswirkungen der Fischerei auf wandernde Wasservögel, insbesondere die Folgen unnachhaltiger Fischereimethoden, welche zu einem Rückgang des Nahrungsangebots für wandernde Wasservögel führen, auf ein Minimum zu verringern.
4.3.9
Die Vertragsparteien sorgen für die Erarbeitung und die wirksame Durchführung von geeigneten gesetzlichen Verschmutzungskontrollen in Übereinstimmung mit internationalen Normen und rechtlichen Übereinkünften, namentlich im Hinblick auf auslaufendes Öl, Löschungen sowie Ablagerung von festen Abfällen, um deren Auswirkungen auf die in Tabelle 1 aufgeführten Bestände auf ein Minimum zu verringern.
4.3.10
Die Parteien erarbeiten geeignete Massnahmen, um auf Inseln und Inselchen die Bedrohung brütender wandernder Wasservögel durch nicht heimische Landraubtiere im Idealfall zu eliminieren oder zumindest zu vermindern. Die Massnahmen sollen sich auf Eventualfallplanungen zur Verhinderung von Invasionen, auf dringliche Massnahmen zur Eliminierung eingeführter Raubtiere sowie auf Wiederherstellungsprogramme für Inseln beziehen, wo sich Raubtierpopulationen bereits etabliert haben.
4.3.11
Die Vertragsparteien werden dringend aufgefordert, geeignete Massnahmen zu erarbeiten, um Bedrohungen für wandernde Wasservögel durch die Aquakultur zu bewältigen, unter anderem durch Umweltverträglichkeitsprüfungen von Anlagen und insbesondere von neuen Anlagen oder von Vergrösserungen bestehender Anlagen, die für Wasservögel wichtige Feuchtgebiete gefährden und die mit Beeinträchtigungen wie Verschmutzung (z. B. durch Rückstände von in der Aquakultur eingesetzten Arzneimitteln oder Überdüngung), Verlust von Habitaten, Verhedderungsgefahren sowie Einführungen nicht heimischer und potenziell invasiver Arten verbunden sind.
4.3.12
Die Vertragsparteien, das Sekretariat des Abkommens und der Fachausschuss arbeiten gegebenenfalls zusammen, um zusätzliche Angaben zu beschaffen, die die Art und den Umfang der Auswirkungen von Angelblei auf Wasservögel illustrieren, und diese Angaben zu berücksichtigen, dies unter Hinweis darauf, dass Blei generell eine Gefahr für die Umwelt darstellt und schädliche Auswirkungen auf die Wasservögel hat. Die Vertragsparteien suchen gegebenenfalls nach Alternativen für Angelblei und berücksichtigen dabei deren Auswirkungen auf die Wasservögel und die Wasserqualität.
¹⁴ Fassung gemäss Beschluss vom 18. Mai 2012, in Kraft seit 16. Aug. 2012.
¹⁵ Der Begriff «Fischerei» schliesst die Aquakultur mit ein und bezieht sich sowohl auf Meeres- oder Süsswasserfische als auch auf Krustentiere und Weichtiere (z. B. Muscheln, Schnecken und Kopffüsser).

5 Forschung und Überwachung

5.1
Die Vertragsparteien bemühen sich, Feldforschungen in wenig bekannten Zonen durchzuführen, in denen es bedeutende Konzentrationen von in Tabelle 1 aufgeführten Beständen geben könnte. Die Resultate dieser Forschungen werden weit verbreitet.
5.2
Die Vertragsparteien bemühen sich, für in Tabelle 1 aufgeführte Bestände ein regelmässiges Monitoring durchzuführen. Dessen Resultate werden veröffentlicht oder an die entsprechenden Organisationen übermittelt, um eine Überprüfung der Erhaltungssituation und -Tendenzen dieser Bestände zu ermöglichen.
5.3
Die Vertragsparteien arbeiten zusammen, um die Tendenzen der Vogelbestände besser zu bewerten und somit einen Indikator für die Erhaltungssituation dieser Bestände zu haben.
5.4
Die Vertragsparteien arbeiten zusammen, um die Wanderrouten aller in Tabelle 1 aufgeführten Bestände zu bestimmen, indem sie die verfügbaren Kenntnisse über die Verteilung dieser Bestände während und ausserhalb der Brutperioden sowie über die Resultate der Zählungen nutzen und an koordinierten Beringungsprogrammen teilnehmen.
5.5
Die Vertragsparteien bemühen sich, gemeinsame Forschungsprojekte über Ökologie und Dynamik der in Tabelle 1 aufgeführten Bestände und ihre Habitate durchzuführen und zu unterstützen, damit ihre spezifischen Bedürfnisse sowie die am ehesten angebrachten Verfahren zu ihrer Erhaltung und ihrem Management festgelegt werden können.
5.6
Die Vertragsparteien bemühen sich, Studien über die Auswirkungen des Verschwindens und die Beeinträchtigung von Feuchtgebieten sowie der Störungen auf die Aufnahmekapazität der von den in Tabelle 1 aufgeführten Bestände benutzten Feuchtgebiete sowie über die Wandergewohnheiten (Muster) dieser Bestände durchzuführen.
5.7
Die Vertragsparteien bemühen sich, Studien über die Verträglichkeit von Jagd und Handel auf die in Tabelle 1 aufgeführten Bestände und über die Bedeutung dieser Nutzformen für die lokale und nationale Wirtschaft durchzuführen.
5.8
Die Vertragsparteien bemühen sich, mit den kompetenten internationalen Organisationen zusammenzuarbeiten und Forschungs- und Überwachungsprojekte zu unterstützen.

6 Bildung und Information

6.1
Die Vertragsparteien stellen gegebenenfalls Bildungsprogramme auf, damit das mit der Durchführung des Aktionsplans betraute Personal über die Kenntnisse verfügt, die für eine effiziente Durchführung notwendig sind.
6.2
Die Vertragsparteien arbeiten unter sich und mit dem Sekretariat des Abkommens zusammen, um Bildungsprogramme zu entwickeln und die verfügbare Dokumentation untereinander auszutauschen.
6.3
Die Vertragsparteien bemühen sich, Informationsprogramme, ‑Dokumentation und -Mechanismen zu entwickeln, um der allgemeinen Öffentlichkeit die Ziele, Bestimmungen und den Inhalt des Aktionsplans besser bewusst zu machen. Besondere Aufmerksamkeit soll in diesem Zusammenhang denen geschenkt werden, die inmitten von und rund um wichtige Feuchtgebiete wohnen, die diese Gebiete nutzen (Jägerinnen und Jäger, Fischerinnen und Fischer, Touristinnen und Touristen usw.), sowie den lokalen Behörden und anderen Entscheidungsträgern.
6.4
Die Vertragsparteien bemühen sich, in der Öffentlichkeit spezielle Sensibilisierungskampagnen für die Erhaltung der in Tabelle 1 aufgeführten Bestände durchzuführen.

7 Durchführungsmassnahmen

7.1
Bei der Durchführung dieses Aktionsplans geben die Vertragsparteien falls angebracht den in Kolonne A von Tabelle 1 aufgeführten Beständen den Vorrang.
7.2
Falls mehrere Bestände derselben in Tabelle 1 aufgeführten Art sich auf dem Territorium einer Vertragspartei aufhalten, wendet diese Vertragspartei die Erhaltungsmassnahmen an, die dem Bestand oder den Beständen mit der ungünstigsten Erhaltungssituation entsprechen.
7.3
Das Sekretariat des Abkommens – zusammen mit dem Fachausschuss und der Unterstützung von Expertinnen und Experten der Arealstaaten – koordiniert die Ausarbeitung von Erhaltungsleitlinien, gemäss Artikel IV Absatz 4 des Abkommens, um den Vertragsparteien bei der Durchführung des Aktionsplans zu helfen. Das Sekretariat des Abkommens sorgt dafür, dass diese Leitlinien, wenn möglich, mit denen kohärent sind, die im Rahmen anderer internationaler Vertragswerke genehmigt werden. Die Erhaltungsleitlinien haben die Einführung der nachhaltigen Nutzung zum Ziel. Sie beziehen sich unter anderem auf: a)
Aktionspläne nach Art(en);
b)
dringliche Massnahmen;
c)
die Vorbereitung von Gebietsinventaren und Managementmethoden der Habitate;
d)
Jagdpraktiken;
e)
Handel mit wandernden Wasservögeln;
f)
Tourismus;
g)
Massnahmen zur Verringerung von Ernteschäden;
h)
ein Protokoll zur Überwachung der Wasservögel.
7.4
In Übereinstimmung mit dem Fachausschuss und den Vertragsparteien bereitet das Sekretariat des Abkommens internationale Studien vor, die zur Durchführung des Aktionsplans notwendig sind. Diese umfassen insbesondere Bewertungen zu den folgenden Themen, die je nach Fall entweder als eigenständige Dokumente oder in integrierter Form vorgelegt werden können: a)
die Erhaltungssituation der Bestände und ihre Tendenzen;
b)
die Informationslücken in den Feldstudien;
c)
die von jedem Bestand benutzten Netze von Gebieten, einbegriffen die Prüfung des Schutzzustands jedes Gebiets sowie die Managementmassnahmen, die in jedem Fall ergriffen werden;
d)
die Gesetzgebungen nach den in Anhang 2 dieses Abkommens aufgeführten Arten, die sich auf Jagd und Handel in jedem Land beziehen;
e)
das Stadium der Vorbereitung und Verwirklichung der Aktionspläne nach Art(en);
f)
die Wiedereinrichtungsprojekte;
g)
die Situation von eingebrachten nicht heimischen Wasservogelarten und ihrer Hybriden.
7.5
Das Sekretariat des Abkommens sorgt dafür, dass die in Absatz 7.4 aufgeführten Studien in den folgenden Zeitabständen aktualisiert werden: a)
zu jeder Tagung der Versammlung der Vertragsparteien;
b)
zu jeder zweiten Tagung der Versammlung der Vertragsparteien;
c)
zu jeder zweiten Tagung der Versammlung der Vertragsparteien;
d)
zu jeder dritten Tagung der Versammlung der Vertragsparteien;
e)
zu jeder zweiten Tagung der Versammlung der Vertragsparteien;
f)
zu jeder dritten Tagung der Versammlung der Vertragsparteien;
g)
zu jeder zweiten Tagung der Versammlung der Vertragsparteien.
Die in diesem Absatz angegebenen Zeitabstände gelten auch dann, wenn mehrere Bewertungsthemen in einen einzigen Bericht aufgenommen werden.
7.6
Der Fachausschuss überprüft die gemäss den Absätzen 7.3 und 7.4. erarbeiteten Leitlinien und Studien und bereitet Entwürfe für Empfehlungen und Resolutionen zu ihrer Verwirklichung, ihrem Inhalt und ihrer Anwendung vor, die den Tagungen der Versammlung der Vertragsparteien unterbreitet werden.
7.7
Das Sekretariat des Abkommens überprüft regelmässig die Mechanismen, die geeignet sind, für die Verwirklichung des Aktionsplans zusätzliche Ressourcen (Kredite und technische Hilfe) zu beschaffen, und unterbreitet der Versammlung der Vertragsparteien an jeder ordentlichen Tagung einen Bericht dazu.

Tabelle 1 ¹⁶

¹⁶ Tabelle 1 «Status der Populationen wandernder Wasservögel» ist Teil des Aktionsplans gemäss Anhang 3 dieses Abkommens.

Status der Populationen wandernder Wasservögel

Erläuterungen zum Schlüssel

Der folgende Schlüssel für die Tabelle 1 ist die Basis für die Umsetzung des Aktionsplans.
Kolonne A

Kategorie 0:

Arten oder Bestände, die seit ihrer Aufnahme in Tabelle 1 ausgestorben sind / möglicherweise ausgestorben oder in der Natur ausgestorben sind / möglicherweise in der Natur ausgestorben sind.

Kategorie 1:

(a)
Arten, die in Anhang 1 des Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten erwähnt werden;
(b)
Arten, die gemäss der neuesten Zusammenfassung von BirdLife International unter den bedrohten Arten der IUCN Red List of Threatened Species aufgeführt werden; oder
(c)
Bestände mit weniger als ungefähr 10 000 Vögeln.

Kategorie 2:

Bestände mit zwischen ungefähr 10 000 und ungefähr 25 000 Vögeln.

Kategorie 3:

Bestände mit zwischen ungefähr 25 000 und ungefähr 100 000 Vögeln, die aus folgenden Gründen als bedroht angesehen werden:

(a)
eine Konzentration auf eine kleine Zahl von Gebieten zu irgendeinem Zeitpunkt ihres Jahreszyklus;
(b)
ihre Abhängigkeit von einem Habitatstyp, der stark bedroht ist;
(c)
Anzeichen eines langfristigen Schwundes;
(d)
Anzeichen grosser Schwankungen in der Bedeutung oder der Tendenz eines Bestandes;
(e)
Anzeichen eines starken, kurzfristigen Schwundes;
(f)
unzureichende Datenlage; oder
(g)
ihre Verarmung.

Kategorie 4:

Arten, die gemäss der neuesten Zusammenfassung von BirdLife International unter den potenziell bedrohten Arten der IUCN Red List of Threatened Species aufgeführt werden, die aber die Kriterien für eine Einteilung in die obigen Kategorien 1, 2 oder 3 nicht erfüllen und für die ein internationales Vorgehen angezeigt ist.

Für die in obigen Kategorien 2, 3 und 4 aufgeführten Arten, siehe Absatz 2.1.1 des Aktionsplans gemäss Anhang 3 des Abkommens.
Kolonne B

Kategorie 1:

Bestände mit zwischen ungefähr 25 000 und ungefähr 100 000 Vögeln, die die Kriterien der Kolonne A nicht erfüllen.

Kategorie 2:

Bestände mit mehr als ungefähr 100 000 Vögeln, die die Kriterien der Kolonne A nicht erfüllen und aus folgenden Gründen besondere Aufmerksamkeit erfordern:

(a)
eine Konzentration auf eine kleine Zahl von Gebieten zu irgendeinem Zeitpunkt ihres Jahreszyklus;
(b)
ihre Abhängigkeit von einem Habitatstyp, der stark bedroht ist;
(c)
Anzeichen eines langfristigen Schwundes;
(d)
Anzeichen grosser Schwankungen in der Bedeutung oder der Tendenz eines Bestandes;
(e)
Anzeichen eines starken, kurzfristigen Schwundes;
(f)
unzureichende Datenlage; oder
(g)
ihre Verarmung.
Kolonne C

Kategorie 1:

Bestände mit mehr als ungefähr 100 000 Vögeln, die geeignet sind, weitgehend von einer internationalen Zusammenarbeit zu profitieren, und die die Kriterien der Kolonnen A und B nicht erfüllen.

Überprüfung von Tabelle 1

Die gegenwärtige Tabelle wird:
(a)
gemäss Artikel VII Absatz 3 Buchstabe b dieses Abkommens regelmässig vom Fachausschuss geprüft; und
(b)
wenn notwendig, von der Versammlung der Vertragsparteien gemäss Artikel VI Absatz 9 Buchstabe d dieses Abkommens in Anbetracht der aus dieser Prüfung entstandenen Empfehlungen abgeändert.

Definition geografischer Begriffe, die zur Beschreibung von Gebieten verwendet werden

In Bezug auf die Verbreitungsgebiete von Wasservögeln ist festzuhalten, dass diese Gebiete nur biologische, aber keine politischen Abgrenzungen kennen und dass biologische und politische Abgrenzungen einander nur in sehr seltenen Fällen präzise entsprechen. Die verwendeten Beschreibungen der Verbreitungsgebiete haben keinerlei politische Bedeutung und sind lediglich als allgemeine Angabe zu verstehen. Konzise und kartographierte Angaben zu den Verbreitungsgebieten von Wasservögeln bietet das Portal des Netzwerks kritischer Gebiete (Critical Site Network, CSN) unter folgender Adresse: https://criticalsites.wetlands.org

N-Afrika:

Ägypten, Algerien, Libyen, Marokko, Tunesien.

W-Afrika:

Benin, Burkina Faso, Cabo Verde, Côte d’Ivoire, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone, Togo, Tschad.

O-Afrika:

Äthiopien, Burundi, Dschibuti, Eritrea, Kenia, Ruanda, Somalia, Sudan, Südsudan, Uganda, Vereinigte Republik Tansania.

NW-Afrika:

Algerien, Marokko, Tunesien.

NO-Afrika:

Ägypten, Äthiopien, Dschibuti, Eritrea, Somalia, Sudan, Südsudan.

S-Afrika:

Angola, Botswana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Südafrika, Sambia, Simbabwe.

SW-Afrika

Angola, Namibia, Südafrika.

Zentralafrika:

Äquatorialguinea, Demokratische Republik Kongo, Gabun, Kamerun, Kongo, São Tomé und Príncipe, Zentralafrikanische Republik.

Subsahara-Afrika:

Alle afrikanischen Staaten südlich der Sahara.

Tropisches Afrika

Subsahara-Afrika ohne Eswatini, Lesotho, Namibia und Südafrika.

Westpaläarktis:

Gemäss Definition in Handbook of the Birds of Europe, the Middle East and North Africa (Cramp & Simmons 1977).

NW-Europa:

Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Island, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich Grossbritannien und Nordirland.

W-Europa:

Nordwesteuropa mit Portugal und Spanien.

NO-Europa:

Nördlicher Teil von Russland westlich des Urals.

N-Europa:

Nordwesteuropa und Nordosteuropa gemäss obiger Definition.

O-Europa:

Belarus, Russland westlich des Urals, Ukraine.

Mitteleuropa:

Deutschland, Estland, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Österreich, Polen, Russland am Golf von Finnland und Kaliningrad, Schweiz, Slowakei, Tschechische Republik, Ungarn.

SW-Europa:

Italien, Malta, mediterranes Frankreich, Monaco, Portugal, San Marino, Spanien.

SO-Europa:

Albanien, Armenien, Bosnien -Herzegowina, Bulgarien, Nordmazedonien, Kroatien, Georgien, Griechenland, Moldau, Montenegro, Rumänien, Serbien, Slowenien, Türkiye, Zypern.

S-Europa:

Südwesteuropa und Südosteuropa gemäss obiger Definition.

N-Atlantik:

Färöer, Grönland, Irland, Island, Kanada, nordwestliche Küste von Russland, Norwegen, Spitzbergen, Vereinigtes Königreich Grossbritannien und Nordirland.

NO-Atlantik:

Europäische und nordafrikanische Atlantikküste von Nordnorwegen bis Marokko.

O-Atlantik:

Europäische und afrikanische Atlantikküste von Nordnorwegen bis Südafrika.

W-Sibirien:

Russland östlich des Urals bis zum Jenissei und südlich bis zur Grenze Kasachstans.

Mittelsibirien:

Russland vom Jenissei bis zum östlichen Ende der Taimyr-Halbinsel und südlich bis zum Altaigebirge.

W-Mittelmeer:

Algerien, Frankreich, Italien, Malta, Marokko, Monaco, Portugal, San Marino, Spanien, Tunesien.

O-Mittelmeer:

Ägypten, Albanien, Arabische Republik Syrien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien, Griechenland, Israel, Kroatien, Libanon, Libyen, Montenegro, Serbien, Slowenien, Türkiye, Zypern.

Schwarzes Meer:

Armenien, Bulgarien, Georgien, Moldau, Rumänien, Russland, Türkiye, Ukraine.

Kaspisches Meer:

Aserbaidschan, Islamische Republik Iran, Kasachstan, Südwesten von Russland, Turkmenistan, Usbekistan.

SW-Asien:

Arabische Republik Syrien, Bahrain, Irak, Islamische Republik Iran, Israel, Jemen, Jordanien, Kasachstan, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Osttürkei, Saudi-Arabien, Turkmenistan, Usbekistan, Vereinigte Arabische Emirate.

Golf:

Golf von Oman und Arabisches Meer westlich des Golfs von Aden, Persischer Golf.

W-Asien:

Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres und westlicher Teil von Russland östlich des Urals.

Zentralasien:

Afghanistan, Kasachstan, Kirgisistan, Mongolei, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan, Westchina.

S-Asien:

Bangladesch, Bhutan, Indien, Malediven, Nepal, Pakistan, Sri Lanka.

W-Indischer Ozean:

Chagos, Komoren, Madagaskar, Malediven, Mauritius, Mayotte, Seychellen und Jemen, Oman, Ostküste von Afrika, Pakistan und Westküste von Indien.

Schlüssel für Abkürzungen und Symbole

Br:
Brutbestände
NBr:
Nichtbrüterbestände
N:
Nord
O:
Ost
S:
Süd
W:
West
NO:
Nordost
NW:
Nordwest
SO:
Südost
SW:
Südwest
():
Der Populationsstatus ist ungewiss. Der Erhaltungszustand wird auf der Grundlage eines statistisch unsicheren Trends oder einer unbekannten Populationsgrösse geschätzt.
*:
Ausnahmsweise und einzig für Bestände, die in den Kategorien 2 und 3 der Kolonne A aufgeführt und mit einem Sternchen versehen sind, kann die Jagd auf nachhaltiger Basis weitergeführt werden. Diese nachhaltige Nutzung muss im Rahmen der besonderen Bestimmungen eines internationalen Aktionsplans nach Art erfolgen, welcher die Umsetzung der Grundsätze einer adaptiven Entnahmebewirtschaftung regelt (siehe Abs. 2.1.1 von Anhang 3 des Abkommens).
Bemerkungen
1.  Die zur Erstellung von Tabelle 1 benutzten Daten zu den Beständen entsprechen, wenn immer möglich der Anzahl Vögel der möglichen Brutbestände im Abkommensgebiet. Die Erhaltungssituation wird aufgrund der besten zur Verfügung stehenden und veröffentlichten Schätzungen der Bestände festgelegt.
2.  Die in der Tabelle verwendeten Abkürzungen (Br) oder (NBr) erlauben einzig eine Identifizierung der Bestände. Sie machen keine Angaben zu saisonbedingten Einschränkungen der durchgeführten Aktionen in Bezug auf diese Bestände im Sinne des Abkommens und des Aktionsplans.
3.  Die zur Identifizierung der Bestände verwendeten Kurzbeschreibungen stützen sich auf die Beschreibungen der neuesten Ausgabe von Waterbird Population Estimates.
4.  Sind die Bestände einer Art in Tabelle 1 unter mehreren Kategorien aufgeführt, so beziehen sich die Verpflichtungen aus dem Aktionsplan auf die aufgeführte Kategorie mit den strengsten Kriterien.

Bestände

A

B

C

Familie ANATIDAE (Entenverwandte)

Dendrocygna viduata (Witwenpfeifgans/Witwenpfeifente)

– W-Afrika

(1)

– O-Afrika und S-Afrika

(2e)

Dendrocygna bicolor (Gelbbrustpfeifgans)

– W-Afrika

(1)

– O-Afrika und S-Afrika

2f

Thalassornis leuconotus leuconotus (Weissrückenpfeifgans/Weissrückenente)

– W-Afrika

1c

– O-Afrika und S-Afrika

2*

Oxyura maccoa (Maccoaente)

– Äthiopisches Hochland

1b 1c

– O-Afrika

1b 1c

– S-Afrika

1b 1c

Oxyura leucocephala (Weisskopf-Ruderente)

– Spanien und Marokko

1a 1b 1c

– Algerien und Tunesien

1a 1b 1c

– O-Mittelmeer, Türkiye und SW-Asien

1a 1b 2

Cygnus olor (Höckerschwan)

– NW- und Mitteleuropa

1

– Schwarzes Meer

1

– Kaspisches Meer

2e

Cygnus cygnus (Singschwan)

– Island (Br)

1

– N-Kontinentaleuropa (Br)

1

– Schwarzes Meer und O-Mittelmeer (NBr)

2

– Kaspisches Meer und Zentralasien (NBr)

2

Cygnus columbianus bewickii (Zwergschwan)

– NW-Europa (NBr)

2

– SO-Europa und Zentralasien (NBr)

1c

Branta bernicla bernicla (Ringelgans)

– W-Sibirien (Br)

2b 2e

Branta bernicla hrota (Hellbäuchige Ringelgans)

– Spitzbergen und N-Grönland (Br)

2

– Irland (NBr)

3a

Branta leucopsis (Weisswangengans)

– O-Grönland (Br)

3e*

– Spitzbergen (Br)

3a

– Russland (Br)

1

Branta ruficollis (Rothalsgans)

– Mittelsibirien (Br)

1a 1b 3a 3f

Anser anser anser (Graugans)

– Island (Br)

3c 3e*

– NW-Europa (Br)

1

– Mitteleuropa bis N-Afrika (NBr)

1

Anser anser rubrirostris (Graugans)

– Schwarzes Meer und Türkiye

3c

– Kaspisches Meer und Irak (NBr)

2c

Anser fabalis fabalis (Waldsaatgans)

– Skandinavien (Br)

1c

– Finnland und NW-Russland (Br)

1

– Polen und Deutschland (NBr)

2

– Zentralasien (NBr)

1c

Anser fabalis rossicus (Tundrasaatgans)

– NW- und Mitteleuropa (NBr)

2c 2e

Anser brachyrhynchus (Kurzschnabelgans)

[tab]
– Grönland und Island (Br)

1

– Spitzbergen (Br)

1

Anser albifrons albifrons (Blässgans)

– Ostsee und Nordsee (NBr)

1

– Pannonien (NBr)

1

– Pontos und Anatolien (NBr)

2c 2e

– Kaspisches Meer und SW-Asien (NBr)

(1)

Anser albifrons flavirostris (Grönländische Blässgans)

– Grönland (Br)

2*

Anser erythropus (Zwerggans)

– Westliche Hauptpopulation

1a b 3f

– Fennoskandien (Br)

1a 1b 1c

Clangula hyemalis (Eisente)

– Island und Grönland (Br)

1b

– W-Sibirien und N-Europa (Br)

1b

Somateria spectabilis (Prachteiderente)

– N-Europa und W-Sibirien (Br)

2c (2e)

Somateria mollissima mollissima (Eiderente)

– Ostsee, Nordsee und Keltische See

4

– Norwegen und Russland

4

Somateria mollissima borealis (Eiderente)

– Spitzbergen und Franz-Josef-Land (Br)

3f

– O-Grönland (Br)

3f

Polysticta stelleri (Scheckente)

– N-Norwegen und SO-Ostsee (NBr)

1a 1b

Melanitta fusca (Samtente)

– Sibirien und N-Europa (Br)

1b

– Kaukasus (Br)

1b 1c

Melanitta nigra (Trauerente)

– Island bis Mittelsibirien (Br)

2a

Bucephala clangula clangula (Schellente)

– NW- und Mitteleuropa (NBr)

1

– SO-Europa und Adria (NBr)

2c 2e

– Schwarzes Meer (NBr)

(1)

– Kaspisches Meer und Zentralasien (NBr)

3c 3e

Mergellus albellus (Zwergsäger)

– NW-Europa und Mitteleuropa (NBr)

1

– Schwarzes Meer und O-Mittelmeer (NBr)

2

– Zentral- und SW-Asien (NBr)

3f

Mergus merganser merganser (Gänsesäger)

– NW-Europa und Mitteleuropa (NBr)

2e

– Schwarzes Meer (NBr)

1

– Zentral- und SW-Asien (NBr)

(2)

Mergus serrator (Mittelsäger)

– NW-Europa und Mitteleuropa (NBr)

1

– Schwarzes Meer und W-Mittelmeer (NBr)

(1)

– SW-Asien und Zentralasien (NBr)

1c

Alopochen aegyptiaca (Nilgans)

– W-Afrika

1c

– O-Afrika und S-Afrika

2c 2e

Tadorna tadorna (Brandgans)

– NW-Europa (Br)

2a

– Schwarzes Meer und Mittelmeer

2e

– Kaspisches Meer und SW-Asien (NBr)

3c

Tadorna ferruginea (Rostgans)

– NW-Afrika

1c

– W-Mittelmeer und Schwarzes Meer

1

– Kaspisches Meer, Zentral- und SW-Asien

1

Tadorna cana (Graukopfkasarka)

– S-Afrika

3c

Plectropterus gambensis gambensis (Sporengans)

– W-Afrika

(1)

– O-Afrika

2c (2e)

1

Plectropterus gambensis niger (Sporengans)

– S-Afrika

1

Sarkidiornis melanotos (Glanzente)

– W-Afrika

1

– S-Afrika und O-Afrika

(2c) (2e)

Nettapus auritus (Afrikanische Zwergente/Rotbrustzwerggans)

– W-Afrika

1c

– S-Afrika und O-Afrika

2f

Marmaronetta angustirostris (Marmelente)

– W-Mittelmeer (Br)

1a 1c

– O-Mittelmeer

1a 1c

– SW-Asien (NBr)

1a 2

Netta rufina (Kolbenente)

– W- und Mitteleuropa, W-Mittelmeer

(1)

– Schwarzes Meer und O-Mittelmeer (NBr)

(1)

– Zentral- und SW-Asien (NBr)

(2c) 2e

Netta erythrophthalma brunnea (Rotaugenente)

– S-Afrika und O-Afrika

3c 3e

Aythya ferina (Tafelente)

– NO- und NW-Europa (NBr)

1b

– Mitteleuropa, Schwarzes Meer und Mittelmeer (NBr)

1b¹⁷

– SW-Asien (NBr)

1b

Aythya nyroca (Moorente)

– N- und W-Afrika (NBr)

1a 1c

– O-Europa, O-Mittelmeer und Schwarzes Meer (Br)

1a

– SW-Asien und NO-Afrika (NBr)

1a (3e)

Aythya fuligula (Reiherente)

– NW-Europa (NBr)

2c

– Mitteleuropa, Schwarzes Meer und Mittelmeer (NBr)

(1)

– SW-Asien und NO-Afrika (NBr)

2g

Aythya marila marila (Bergente)

– W-Europa (NBr)

1

– Schwarzes Meer und Kaspisches Meer

(2c) (2e)

Spatula querquedula (Knäckente)

– W-Afrika (NBr)

(2c) (2e)

– SW-Asien und NO-Afrika (NBr)

2f

Spatula hottentota (Hottentottenente)

– Becken des Tschadsees

1c

– O-Afrika

(3c) (3e)

– S-Afrika

3c 3e

Spatula clypeata (Löffelente)

– NW- und Mitteleuropa (NBr)

1

– Schwarzes Meer, Mittelmeer und W-Afrika (NBr)

(2c) (2e)

– SW-Asien, NO- und O-Afrika (NBr)

(2c) (2e)

Mareca strepera strepera (Schnatterente)

– NW-Europa (Br)

1

– Mitteleuropa, Schwarzes Meer und Mittelmeer (NBr)

(1)

– SW-Asien und NO-Afrika (NBr)

(2e)

Mareca penelope (Pfeifente)

– NW-Europa (NBr)

1

– Schwarzes Meer und Mittelmeer (NBr)

2c

– SW-Asien und NO-Afrika (NBr)

2e

Anas undulata undulata (Gelbschnabelente)

– S-Afrika

2c 2e

Anas platyrhynchos platyrhynchos (Stockente)

– NW-Europa (NBr)

2c

– W-Mittelmeer (NBr)

2c 2e

– Schwarzes Meer und O-Mittelmeer (NBr)

2g

– SW-Asien (NBr)

2g

Anas capensis (Fahlente)

– O-Afrika

1c

– Becken des Tschadsees

1c

– S-Afrika

3c 3e

Anas erythrorhyncha (Rotschnabelente)

– S-Afrika

(2c)

– O-Afrika

2c (2e)

– Madagaskar

2

Anas acuta (Spiessente)

– NW-Europa (NBr)

1

– Schwarzes Meer, Mittelmeer und W-Afrika (NBr)

1

– SW-Asien, O- und NO-Afrika (NBr)

2c 2e

Anas crecca crecca (Krickente)

– NW-Europa (NBr)

1

– Schwarzes Meer und Mittelmeer (NBr)

2c

SW-Asien und NO-Afrika (NBr)

(2g)

Familie PODICIPEDIDAE (Lappentaucher)

Tachybaptus ruficollis ruficollis (Zwergtaucher)

– Europa und NW-Afrika

2c

Podiceps grisegena grisegena (Rothalstaucher)

– NW-Europa (NBr)

3c

– Schwarzes Meer und Mittelmeer (NBr)

(3c) (3e)

– SW-Asien (NBr)

2

Podiceps cristatus cristatus (Haubentaucher)

– N- und W-Europa (NBr)

2c

– Schwarzes Meer und Mittelmeer (NBr)

1

– SW-Asien (NBr)

1

Podiceps cristatus infuscatus (Haubentaucher)

– O-Afrika

1c

– S-Afrika

1c

Podiceps auritus auritus (Ohrentaucher)

– NW-Europa (mit grossem Schnabel)

1b 1c

– NO-Europa (mit kleinem Schnabel)

1b 3g

– SW- und Zentralasien (NBr)

1b (3c) (3e)

Podiceps nigricollis nigricollis (Schwarzhalstaucher)

– Europa und N-Afrika

2c

– SW- und S-Asien (NBr)

(2g)

Podiceps nigricollis gurneyi (Schwarzhalstaucher)

S-Afrika

2

Familie PHOENICOPTERIDAE (Flamingos)

Phoenicopterus roseus (Rosaflamingo)

– W-Afrika

2a 2c (2e)

– O-Afrika

2a 2c

– S-Afrika

2a 2e

– W-Mittelmeer

2a

– O-Mittelmeer

2a

– SW- und S-Asien

2a 2c 2e

Phoeniconaias minor (Zwergflamingo)

– W-Afrika

3a

– O-Afrika

4

S-Afrika

4

Familie PHAETHONTIDAE (Tropikvögel)

Phaethon aethereus aethereus (Rotschnabel-Tropikvogel)

– S-Atlantik

1c

Phaethon aetherus indicus (Rotschnabel-Tropikvogel)

– Persischer Golf, Golf von Aden und Rotes Meer

1c

Phaethon rubricauda rubricauda (Rotschwanz-Tropikvogel)

– Indischer Ozean

3f

Phaethon lepturus lepturus (Weissschwanz-Tropikvogel)

W-Indischer Ozean

3f

Familie RALLIDAE (Rallen)

Sarothrura elegans reichenovi (Tropfenralle)

– SW-Afrika bis Zentralafrika

2f

Sarothrura elegans elegans (Tropfenralle)

– O- und S-Afrika

2f

Sarothrura boehmi (Böhm-Ralle)

– Zentralafrika

1c

Sarothrura ayresi (Spiegelralle)

– Äthiopien

1a 1b 1c

– S-Afrika

1a 1b 1c

Rallus aquaticus aquaticus (Wasserralle)

– Europa und N-Afrika

1

Rallus aquaticus korejewi (Wasserralle)

– Zentralasien (Br)

2f

Rallus caerulescens (Kapralle)

– Subsahara-Afrika

2f

Crex egregia (Steppenralle)

– Subsahara-Afrika

2f

Crex crex (Wachtelkönig)

– Europa, W- und Zentralasien (Br)

1

Porzana porzana (Tüpfelsumpfhuhn)

– Europa (Br)

2f

Zapornia flavirostra (Mohrenralle)

– Subsahara-Afrika

1

Zapornia parva (Kleines Sumpfhuhn)

– W-Eurasien

2c

Zapornia pusilla intermedia (Zwergsumpfhuhn)

– Europa (Br)

1c

Amaurornis marginalis (Graukehl-Sumpfhuhn)

– Subsahara-Afrika

(2)

Porphyrio alleni (Bronzesultanshuhn)

– Subsahara-Afrika

(2c)

Gallinula chloropus chloropus (Teichhuhn)

– Europa und N-Afrika (Br)

2c

– SW- und S-Asien (NBr)

1

Paragallinula angulata (Zwergteichhuhn)

– Subsahara-Afrika

(2c) (2e)

Fulica cristata (Kammblässhuhn)

– Subsahara-Afrika

2c 2e

– Spanien und Marokko

1c

Fulica atra atra (Blässhuhn)

– NW-Europa (NBr)

2c

– Schwarzes Meer und Mittelmeer (NBr)

2c 2e

Kaspisches Meer und SW-Asien (NBr)

2c

Familie GRUIDAE (Kraniche)

Balearica regulorum regulorum (Südafrikanischer Kronenkranich)

– S-Afrika

1b 1c

Balearica regulorum gibbericeps (Südafrikanischer Kronenkranich)

– O-Afrika

1b 2

Balearica pavonina pavonina (Kronenkranich)

– W-Afrika

1b 1c

Balearica pavonina ceciliae (Kronenkranich)

– O-Afrika

1b 3c (3e)

Leucogeranus leucogeranus (Schneekranich)

– Westen

1a 1b 1c

Bugeranus carunculatus (Klunkerkranich)

– Zentral- und S-Afrika

1b 1c

Anthropoides paradiseus (Paradieskranich)

– Südafrika

1b (3e)

Anthropoides virgo (Jungfernkranich)

– Schwarzes Meer (Br)

1c

– Türkiye (Br)

0

– Kalmückien (Br)

2

– W-Zentralasien (Br)

(3g)

Grus grus grus (Kranich/Graukranich)

– NW-Europa (Br)

1

– NO- und Mitteleuropa (Br)

1

– O-Europa (Br)

1

– W-Sibirien (Br)

3f

Grus grus archibaldi (Kranich)

Türkiye und Georgien (Br)

1c

Familie GAVIIDAE (Seetaucher)

Gavia stellata (Sterntaucher)

– NW-Europa (NBr)

1

– Kaspisches Meer, Schwarzes Meer und O-Mittelmeer (NBr)

1c

Gavia arctica arctica (Prachttaucher)

– N-Europa und W-Sibirien (Br)

(2e)

– Mittelsibirien (Br)

1c

Gavia immer (Eistaucher)

– NO-Atlantik (NBr)

1c

Gavia adamsii (Gelbschnabeltaucher)

N-Europa (NBr)

1c

Familie SPHENISCIDAE (Pinguine)

Spheniscus demersus (Brillenpinguin)

S-Afrika

1b 3c

Familie CICONIIDAE (Störche)

Leptoptilos crumenifer (Marabu)

– Subsahara-Afrika

(2e)

Mycteria ibis (Nimmersatt)

– Subsahara-Afrika

1

Anastomus lamelligerus lamelligerus (Mohrenklaffschnabel)

– Subsahara-Afrika

(2c) (2e)

Ciconia nigra (Schwarzstorch)

– S-Afrika

1c

– SW-Europa (Br)

1c

– Mittel- und O-Europa (Br)

1

– S-Asien (NBr)

1c

Ciconia abdimii (Abdim-Storch)

– Subsahara-Afrika und SW-Arabien

(2c) (2e)

Ciconia microscelis (Afrikanischer Wollhalsstorch)

– Subsahara-Afrika

(3c) (3e)

Ciconia ciconia ciconia (Weissstorch)

– S-Afrika (Br)

1c

– W-Europa und NW-Afrika (Br)

2b

– Mittel- und O-Europa, Syrien und Israel (Br)

1

W-Asien (Br)

2

Ciconia ciconia asiatica (Weissstorch)

Zentralasien (Br)

1c

Familie THRESKIORNITHIDAE (Ibisse)

Platalea alba (Afrikanischer Löffler/Rosenfusslöffler)

– Subsahara-Afrika

3e

Platalea leucorodia leucorodia (Löffler)

– W-Europa (Br)

2

– Mitteleuropa (Br)

1c

– SO-Europa (Br)

1c

– Kaspisches Meer, Zentral- und S-Asien (Br)

(3e)

Platalea leucorodia balsaci (Löffler)

– Küste von W-Afrika

1c

Platalea leucorodia archeri (Löffler)

– Rotes Meer und Somalia

1c

Threskiornis aethiopicus (Heiliger Ibis)

– Subsahara-Afrika

1

– Irak und Iran

1c

Geronticus eremita (Waldrapp)

– Marokko

1a 1b 1c

– SW-Asien (Br)

0 1a 1b

Plegadis falcinellus (Sichler)

– Subsahara-Afrika

(3c)

– Schwarzes Meer und Mittelmeer (Br)

1

Kaspisches Meer und Zentralasien (Br)

1

Familie ARDEIDAE (Reiher)

Botaurus stellaris stellaris (Rohrdommel)

– W-Europa und NW-Afrika (Br)

1c

– Mittel- und O-Europa, Schwarzes Meer und O‑Mittelmeer (Br)

1

– W- und Zentralasien (NBr)

3f

Botaurus stellaris capensis (Rohrdommel)

– S-Afrika

1c

Ixobrychus minutus minutus (Zwergdommel)

– W-Europa und NW-Afrika (Br)

2

– Mittel- und O-Europa, Schwarzes Meer und O‑Mittelmeer (Br)

1

– W- und SW-Asien (Br)

3f

Ixobrychus minutus payesii (Zwergdommel)

– Subsahara-Afrika

3f

Ixobrychus sturmii (Graurückendommel)

– Subsahara-Afrika

3f

Nycticorax nycticorax nycticorax (Nachtreiher)

– Subsahara-Afrika

1

– W-Europa und NW-Afrika (Br)

3c

– Mittel- und O-Europa, Schwarzes Meer und O‑Mittelmeer (Br)

1

– W-Asien (Br)

3f

Ardeola ralloides ralloides (Rallenreiher)

– SW-Europa und NW-Afrika (Br)

1c

– Mittel- und O-Europa, Schwarzes Meer und O‑Mittelmeer (Br)

3c

– SW-Asien (Br)

3f

Ardeola ralloides paludivaga (Rallenreiher)

– Subsahara-Afrika

(1)

Ardeola idae (Dickschnabelreiher)

– Madagaskar und Aldabra (Br)

1a 1b 1c

Ardeola rufiventris (Rotbauchreiher)

– Zentral-, O- und S-Afrika

(1)

Bubulcus ibis ibis (Kuhreiher)

– S-Afrika

2e

– Tropisches Afrika

1

– SW-Europa

1

– NW-Afrika

2e

– O-Mittelmeer und SW-Asien (Br)

1

Ardea cinerea cinerea (Graureiher)

– Subsahara-Afrika

1

– W-Europa und NW-Afrika (Br)

1

– Mittel- und O-Europa (Br)

1

– Zentral- und SW-Asien (Br)

1

Ardea melanocephala (Schwarzhalsreiher)

– Subsahara-Afrika

1

Ardea purpurea purpurea (Purpurreiher)

– Subsahara-Afrika

(3e)

– W-Europa und NW-Afrika (Br)

1

– Mittel- und O-Europa, Schwarzes Meer und O‑Mittelmeer (Br)

1

– SW-Asien (Br)

(2)

Ardea alba alba (Silberreiher)

– Europa und N-Afrika (Br)

1

– Kaspisches Meer und SW-Asien (Br)

3g

Ardea alba melanorhynchos (Silberreiher)

– Subsahara-Afrika

1

Ardea brachyrhyncha (Afrikamittelreiher)

– Subsahara-Afrika

(3e)

Egretta ardesiaca (Glockenreiher)

– Subsahara-Afrika

(3c) (3e)

Egretta vinaceigula (Braunkehlreiher)

– Zentral- und S-Afrika

1b 1c

Egretta garzetta garzetta (Seidenreiher)

– Subsahara-Afrika

2g

– W-Europa und NW-Afrika (Br)

1

– Mittel- und O-Europa, Schwarzes Meer und O‑Mittelmeer (Br)

1

– Kaspisches Meer, Zentral- und SW-Asien (Br)

3f

Egretta gularis gularis (Küstenreiher)

– W-Afrika

2

Egretta gularis schistacea (Küstenreiher)

– NO-Afrika und Rotes Meer

2

– SW- und S-Asien

2

Egretta gularis dimorpha (Küstenreiher)

Küste von O-Afrika

2

Familie BALAENICIPITIDAE (Schuhschnabel)

Balaeniceps rex (Schuhschnabel)

Tropisches Zentralafrika

1b 1c

Familie PELECANIDAE (Pelikane)

Pelecanus crispus (Krauskopfpelikan)

– Schwarzes Meer und O-Mittelmeer (NBr)

1a 1c

– SW- und S-Asien (NBr)

1a 2

Pelecanus rufescens (Rötelpelikan)

– Subsahara-Afrika und SW-Arabien

(3e)

Pelecanus onocrotalus (Rosapelikan)

– S-Afrika

2

– W-Afrika

1

– O-Afrika

(2e)

Europa und W-Asien (Br)

1a

Familie FREGATIDAE (Fregattvögel)

Fregata ariel iredalei (Arielfregattvogel)

– W-Indischer Ozean

2

Fregata minor aldabrensis (Bindenfregattvogel)

W-Indischer Ozean

2

Familie SULIDAE (Tölpel)

Morus bassanus (Basstölpel)

– N-Atlantik

1

Morus capensis (Kaptölpel)

– S-Afrika

1b

Sula dactylatra melanops (Maskentölpel)

W-Indischer Ozean

3f

Familie PHALACROCORACIDAE (Kormorane)

Microcarbo coronatus (Wahlbergscharbe)

– Küste von SW-Afrika

1c

Microcarbo pygmeus (Zwergscharbe)

– Schwarzes Meer und Mittelmeer

1

– Kaspisches Meer und SW-Asien

(1)

Gulosus aristotelis desmarestii (Krähenscharbe)

– Schwarzes Meer und O-Mittelmeer

2

Phalacrocorax carbo carbo (Kormoran)

– NW-Europa

2e

Phalacrocorax carbo sinensis (Kormoran)

– N-Europa und Mitteleuropa

1

– Schwarzes Meer und Mittelmeer

1

– Kaspisches Meer und SW-Asien (Br)

1

Phalacrocorax carbo lucidus (Kormoran)

– Küste von W-Afrika

1

– Zentral- und O-Afrika

(1)

– S-Afrika

2

Phalacrocorax capensis (Kapkormoran)

– Küste von S-Afrika

1b

Phalacrocorax nigrogularis (Sokotrakormoran)

– Persischer Golf

1b

– Golf von Aden, Sokotra, Arabisches Meer

1b

Phalacrocorax neglectus (Küstenscharbe)

Küste von SW-Afrika

1b 1c

Familie BURHINIDAE (Triele)

Burhinus senegalensis (Senegaltriel)

– W-Afrika

(1)

NO-Afrika

(3c)

Familie PLUVIANIDAE (Krokodilwächter)

Pluvianus aegyptius (Krokodilwächter)

– W-Afrika

(1)

– O-Afrika

1c

Unteres Kongobecken

1c

Familie HAEMATOPODIDAE (Austernfischer)

Haematopus moquini (Schwarzer Austernfischer)

– Küste von S-Afrika

1c

Haematopus ostralegus ostralegus (Austernfischer)

– N- und W-Europa (Br)

4

Haematopus ostralegus longipes (Austernfischer)

O-, W- und Mitteleuropa (Br)

(3e)

Familie RECURVIROSTRIDAE (Säbelschnäblerverwandte)

Recurvirostra avosetta (Säbelschnäbler)

– S-Afrika

2

– O-Afrika

1c

– W-Europa (Br)

2e

– Mittelmeer und SO-Europa (Br)

3c 3e

– Kaspisches Meer und SW-Asien (Br)

2

Himantopus himantopus himantopus (Stelzenläufer)

– Tropisches Afrika

1

– S-Afrika

2

– W-Europa und NW-Afrika (Br)

2e

– Mittel- und O-Europa, O-Mittelmeer (Br)

1

Kaspisches Meer und SW-Asien (Br)

1

Familie CHARADRIIDAE (Regenpfeiferverwandte)

Pluvialis squatarola squatarola (Kiebitzregenpfeifer)

– W-Europa und W-Afrika (NBr)

1b

– O-Mittelmeer, SW-Asien, O- und S-Afrika (NBr)

1b 3e

Pluvialis apricaria apricaria (Goldregenpfeifer)

– Grossbritannien, Irland, Dänemark, Deutschland und Baltikum (Br)

2g

Pluvialis apricaria altifrons (Goldregenpfeifer)

– Island und Färöer (Br)

2e

– N-Europa (Br)

1

– W-Sibirien (Br)

1

Pluvialis fulva (Pazifischer Goldregenpfeifer)

– SW- und S-Asien, NO-Afrika (NBr)

3g

Eudromias morinellus (Mornellregenpfeifer)

– Europa (Br)

3c

– Asien (Br)

(3c)

Charadrius hiaticula hiaticula (Sandregenpfeifer)

– NW-Europa und Baltikum (Br)

1

Charadrius hiaticula psammodromus (Sandregenpfeifer)

– W- und S-Afrika (NBr)

2e

Charadrius hiaticula tundrae (Sandregenpfeifer)

– NO-Europa und Sibirien (Br)

(1)

Charadrius dubius curonicus (Flussregenpfeifer)

– W- und Mitteleuropa, NW-Afrika (Br)

(2c)

– O-Europa und W-Asien (Br)

(1)

Charadrius pecuarius (Hirtenregenpfeifer)

– W-Afrika (Br)

1

– O-, Zentral- und S-Afrika

(2e)

Charadrius tricollaris (Dreibandregenpfeifer)

– O- und S-Afrika

(3e)

Charadrius forbesi (Braunstirn-Regenpfeifer)

– W- und Zentralafrika

2

Charadrius marginatus hesperius (Weissstirn-Regenpfeifer)

– W-Afrika

2

Charadrius marginatus mechowi (Weissstirn-Regenpfeifer)

– Inneres O- und Zentralafrika

2

Charadrius alexandrinus alexandrinus (Seeregenpfeifer)

– W-Europa und W-Mittelmeer (Br)

3g

– Schwarzes Meer und O-Mittelmeer (Br)

1

– Kaspisches Meer und SW-Asien (Br)

(2e)

Charadrius pallidus pallidus (Rotband-Regenpfeifer)

– S-Afrika

2

Charadrius pallidus venustus (Rotband-Regenpfeifer)

– O-Afrika

1c

Charadrius atrifons pamirensis (Tibetregenpfeifer)

– W- und Zentralasien (Br)

1

Charadrius leschenaultii leschenaultii (Wüstenregenpfeifer)

– O- und S-Afrika (NBr)

3e

Charadrius leschenaultii columbinus (Wüstenregenpfeifer)

– Türkiye und Levante (Br)

1c

Charadrius leschenaultii scythicus (Wüstenregenpfeifer)

– Kaspisches Meer (Br)

(3e)

Charadrius asiaticus (Wermutregenpfeifer)

– Kaspisches Meer (Br)

2

Vanellus vanellus (Kiebitz)

– Europa und W-Asien (Br)

4

Vanellus spinosus (Spornkiebitz)

– W-Mittelmeer und SW-Asien

1

Vanellus albiceps (Langspornkiebitz/Weissscheitelkiebitz)

– W- und Zentralafrika

3c (3e)

Vanellus lugubris (Trauerkiebitz)

– SW-Afrika

2

– Zentral- und O-Afrika

3f

Vanellus melanopterus minor (Schwarzflügelkiebitz)

– S-Afrika

1c

Vanellus coronatus coronatus (Kronenkiebitz)

– O- und S-Afrika

(2c)

– Albert-Rift

(1c)

– SW-Afrika

3g

Vanellus senegallus senegallus (Senegalkiebitz)

– W-, N- und Zentralafrika

(3e)

Vanellus senegallus lateralis (Senegalkiebitz)

– O- und SO-Afrika

(1)

Vanellus superciliosus (Rotbrustkiebitz)

– W-, Zentral- und O-Afrika

(1c)

Vanellus gregarius (Steppenkiebitz)

– Kaspisches Meer (Br)

1a 1b 1c

Vanellus leucurus (Weissschwanzkiebitz)

Zentral- und SW-Asien (Br)

(1)

Familie SCOLOPACIDAE (Schnepfenverwandte)

Numenius phaeopus phaeopus (Regenbrachvogel)

– NO-Europa (Br)

1

– W-Sibirien (Br)

2e

Numenius phaeopus islandicus (Regenbrachvogel)

– Island, Färöer und Schottland (Br)

2e

Numenius phaeopus alboaxillaris (Regenbrachvogel)

– N-Kaspisches Meer (Br)

1c

Numenius phaeopus rogachevae (Regenbrachvogel)

– Mittelsibirien (Br)
[tab]
2

Numenius tenuirostris (Dünnschnabelrachvogel)

– SW-Sibirien (Br)

0 1a 1b

Numenius arquata arquata (Grosser Brachvogel)

– Europa (Br)

4

Numenius arquata suschkini (Grosser Brachvogel)

– Nördliches Kaspisches Meer (Br)

1c

Numenius arquata orientalis (Grosser Brachvogel)

– O- und S-Afrika (NBr)

4

Limosa lapponica lapponica (Pfuhlschnepfe)

– N-Europa (Br)

4

Limosa lapponica taymyrensis (Pfuhlschnepfe)

– W- und SW-Afrika (NBr)

4

[tab]
Limosa lapponica yamalensis (Pfuhlschnepfe)

– SW-, W- und S-Asien, O-Afrika (NBr)

4

Limosa limosa limosa (Uferschnepfe)

– W-Europa (Br)

3c 3e

– O-Europa (Br)

3c 3e

– W-Asien (Br)

4

Limosa limosa islandica (Uferschnepfe)

– Island (Br)

4

Arenaria interpres interpres (Steinwälzer)

– NO-Kanada und Grönland (Br)

4

– N-Europa (Br)

3g

– SW-Asien, O- und S-Afrika (NBr)

3c 3e

Calidris tenuirostris (Andyrknutt/Grosser Knutt)

– SW- und S-Asien (NBr)

1a 1b 1c

Calidris canutus canutus (Knutt)

– N- und Mittelsibirien (Br)

4

Calidris canutus islandica (Knutt)

– NO-Kanada und Grönland (Br)

4

Calidris pugnax (Kampfläufer)

– W-Afrika (NBr)

2c

– S- und SW-Asien, O- und S-Afrika (NBr)

(2c 2e)

Calidris falcinellus falcinellus (Sumpfläufer)

– N-Europa (Br)

1b 3c 3e

Calidris ferruginea (Sichelstrandläufer)

– W-Afrika (NBr)

1b

– O- und S-Afrika (NBr)

1b

Calidris temminckii (Temminckstrandläufer)

– Fennoskandien (Br)

3c 3e

– NO-Europa (Br)

(2c) (2e)

Calidris alba alba (Sanderling)

– O-Atlantik (NBr)

2e

– SW-Asien, O- und S-Afrika (NBr)

2c 2e

Calidris alpina alpina (Alpenstrandläufer)

– NO-Europa und NW-Sibirien (Br)

4

Calidris alpina arctica (Alpenstrandläufer)

– NO-Grönland (Br)

3a 3f

Calidris alpina schinzii (Alpenstrandläufer)

– Island (Br)

4

– Grossbritannien und Irland (Br)

(3g)

– Ostsee (Br)

1c

Calidris alpina centralis (Alpenstrandläufer)

– SW-Asien und NO-Afrika (NBr)

4

Calidris maritima (Meerstrandläufer)

– NO-Kanada und N-Grönland (Br)

2

– N-Europa und W-Sibirien (Br)

1

Calidris minuta (Zwergstrandläufer)

– Europa und W-Afrika (NBr)

2c 2e

– SW-Asien, O- und S-Afrika (NBr)

(2c 2e)

Scolopax rusticola (Waldschnepfe)

– Europa (Br)

2c

– W-Asien (Br)

2f

Gallinago stenura (Stiftbekassine)

– W-Sibirien (Br)

2f

Gallinago media (Doppelschnepfe)

– Skandinavien (Br)

4

– NO-Europa und W-Sibirien (Br)

4

Gallinago gallinago gallinago (Bekassine)

– Europa (Br)

2c

– W-Sibirien (Br)

(2c)

Gallinago gallinago faeroeensis (Bekassine)

– Island, Färöer und N-Schottland (Br)

(2g)

Lymnocryptes minimus (Zwergschnepfe)

– Europa (Br)

1

– W-Sibirien (Br)

(2c)

Phalaropus lobatus (Odinshühnchen)

– NW-Eurasien (Br)

2f

Phalaropus fulicarius (Thorswassertreter/Thorshühnchen)

– Kanada bis Spitzbergen (Br)

2c

Xenus cinereus (Terekwasserläufer)

– SW-Asien und O-Afrika (NBr)

(1)

Actitis hypoleucos (Flussuferläufer)

– N-, W- und Mitteleuropa (Br)

2g

– O-Europa und W-Asien (Br)

(1)

Tringa ochropus (Waldwasserläufer)

– Europa (Br)

1

– W-Asien (Br)

1

Tringa erythropus (Dunkler Wasserläufer)

– Europa (Br)

(3c)

– W- und Mittelsibirien (Br)

2c (2e)

Tringa nebularia (Grünschenkel)

– NW-Europa (Br)

1

– NO-Europa und W-Asien (Br)

2c

Tringa totanus totanus (Rotschenkel)

– N-Europa (Br)

2g

– W-Europa, Mittel- und O- Europa (Br)

2c 2e

– Grossbritannien und Irland (Br)

3c 3e

Tringa totanus robusta (Rotschenkel)

– Island und Färöer (Br)

1

Tringa totanus ussuriensis (Rotschenkel)

– SW-Asien und O-Afrika (NBr)

1

Tringa glareola (Bruchwasserläufer)

– NW-Europa (Br)

(1)

– NO-Europa und W-Sibirien (Br)

(1)

Tringa stagnatilis (Teichwasserläufer)

– SO-Europa und W-Asien (Br)

(3e)

Mittel- und NO-Europa (Br)

2c

Familie DROMADIDAE (Reiherläufer)

Dromas ardeola (Reiherläufer)

Golf, Arabisches Meer und Rotes Meer (Br)

3e

Familie GLAREOLIDAE (Brachschwalbenverwandte)

Glareola pratincola pratincola (Rotflügelbrachschwalbe)

– W-Mittelmeer (Br)

2

– Schwarzes Meer und O-Mittelmeer (Br)

2

– SW-Asien (Br)

3c

Glareola nordmanni (Schwarzflügelbrachschwalbe)

– O-Europa und W-Asien (Br)

4

Glareola ocularis (Madagaskarbrachschwalbe)

– Madagaskar (Br)

1c

Glareola nuchalis nuchalis (Halsbandbrachschwalbe)

– O- und Zentralafrika

(1)

Glareola nuchalis liberiae (Halsbandbrachschwalbe)

– W-Afrika

2f

Glareola cinerea (Weissachselbrachschwalbe)

SO-, W- und Zentralafrika

(2)

Familie LARIDAE (Möwen, Seeschwalben)

Anous stolidus plumbeigularis (Noddiseeschwalbe)

– Rotes Meer und Golf von Aden (Br)

2f

Anous tenuirostris tenuirostris (Kleine Noddiseeschwalbe/Schlankschnabelnoddi)

– Von den Inseln des Indischen Ozeans bis O‑Afrika

2f

Rynchops flavirostris (Afrikascherenschnabel)

– W- und Zentralafrika

1c

– O- und S-Afrika

1c

Hydrocoloeus minutus (Zwergmöwe)

– N-, Mittel- und O-Europa (Br)

(2c)

– O-europäischer Teil Russlands und W-Asien (Br)

2c

Xema sabini sabini (Schwalbenmöwe)

– Kanada und Grönland (Br)

2f

Rissa tridactyla tridactyla (Dreizehenmöwe)

– N-Atlantik (NBr)
[tab]
1b

Larus genei (Dünnschnabelmöwe)

– W-Afrika

3a (3e)

– Schwarzes Meer und Mittelmeer (Br)

2a

– W-, SW- und S-Asien (Br)

1

Larus ridibundus (Lachmöwe)

– W- und Mitteleuropa (Br)

2c

– O-Europa (Br)

2e

– SW-Asien und O-Afrika (NBr)

1

Larus hartlaubii (Hartlaubmöwe)

– Küste von SW-Afrika

2

Larus cirrocephalus poiocephalus (Graukopfmöwe)

– W-Afrika

(3e)

– Zentral-, O- und S-Afrika

(1)

Larus ichthyaetus (Fischmöwe)

– Schwarzes Meer und Kaspisches Meer (Br)

2a 2e

Larus melanocephalus (Schwarzkopfmöwe)

– W-Europa, Mittelmeer und NW-Afrika

2a

Larus hemprichii (Hemprich-Möwe)

– Golf, Rotes Meer, Arabisches Meer und NO‑Afrika

3e

Larus leucophthalmus (Weissaugenmöwe)

– Rotes Meer und Golf von Aden

1a 3f

Larus audouinii (Korallenmöwe)

– Mittelmeer (Br)

1a 1b 3a

Larus canus canus (Sturmmöwe)

– NW- und Mitteleuropa

2c 2e

Larus canus heinei (Sturmmöwe)

– NO-Europa und W-Sibirien

(2c) (2e)

Larus dominicanus vetula (Dominikanermöwe)

– Küste von S-Afrika

1

– Küste von W-Afrika

1c

Larus fuscus fuscus (Heringsmöwe)

– O-Fennoskandien (Br)

3c 3e

Larus fuscus graellsii (Heringsmöwe)

– W-Europa (Br)

2e

Larus fuscus intermedius (Heringsmöwe)

– Skandinavien (Br)

1

Larus fuscus heuglini (Tundramöwe)

– NO-Europa und W-Sibirien (Br)

2f

Larus fuscus barabensis (Heringsmöwe, Barabanöwe)

– W-Asien (Br)

2f

Larus argentatus argentatus (Silbermöwe)

– N- und NW-Europa (Br)

(2c) (2e)

Larus argentatus argenteus (Silbermöwe)

– Island und W-Europa (Br)

(2c) (2e)

Larus armenicus (Gelbfuss‑Silbermöwe/Armenienmöwe)

– Armenien, Türkiye und NW-Iran (Br)

3a

Larus michahellis (Mittelmeermöwe)

– S- und Mitteleuropa, N-Afrika (Br)

2e

Larus cachinnans (Steppenmöwe)

– Mittel- und O-Europa, W-Asien (Br)

1

Larus glaucoides glaucoides (Polarmöwe)

– Grönland (Br)

1

Larus hyperboreus hyperboreus (Eismöwe)

– Spitzbergen und N-Russland (Br)

(3g)

Larus hyperboreus leuceretes (Eismöwe)

– Kanada, Grönland und Irland (Br)

(2c)

Larus marinus (Mantelmöwe)

– NO-Atlantik

2c 2e

Onychoprion fuscatus nubilosa (Russseeschwalbe)

– Indischer Ozean

2a 2f

Onychoprion anaethetus melanopterus (Zügelseeschwalbe)

– W-Afrika

1c

Onychoprion anaethetus antarcticus (Zügelseeschwalbe)

– Rotes Meer, O-Afrika, Golf und Arabisches Meer

2f

– W-Indischer Ozean

2

Sternula albifrons albifrons (Zwergseeschwalbe)

– Europa nördlich des Mittelmeers (Br)

2

– W-Mittelmeer (Br)

2

– O-Europa (Br)

3b 3c

– Kaspisches Meer und SW-Asien (Br)

2

Sternula albifrons guineae (Zwergseeschwalbe)

– W-Afrika (Br)

1c

Sternula saundersi (Orientseeschwalbe)

– NW-Indischer Ozean, Rotes Meer und Golf (Br)

2

Sternula balaenarum (Damaraseeschwalbe)

– SW-Afrika (Br)

1c

Gelochelidon nilotica nilotica (Lachseeschwalbe)

– W-Europa und W-Afrika (Br)

1

– Schwarzes Meer und O-Mittelmeer (Br)

2

– SW-Asien (NBr)

2

Hydroprogne caspia (Raubseeschwalbe)

– Madagaskar (Br)

1c

– S-Afrika (Br)

1c

– W-Afrika (Br)

2

– Ostsee (Br)

1c

– Schwarzes Meer (Br)

1c

– Kaspisches Meer und SW-Asien (Br)

3e

Chlidonias hybrida hybrida (Weissbartseeschwalbe)

– W-Europa und NW-Afrika (Br)

(3c) (3e)

– Mittel- und O-Europa, O-Mittelmeer (Br)

(1)

– Kaspisches Meer (Br)

(1)

Chlidonias hybrida delalandii (Weissbartseeschwalbe)

– O-Afrika

2

– S-Afrika

1c

Chlidonias leucopterus (Weissflügel-Seeschwalbe)

– O-Europa und W-Asien (Br)

(2c) (2e)

Chlidonias niger niger (Trauerseeschwalbe)

– Europa und W-Asien (Br)

2c

Sterna dougallii dougallii (Rosenseeschwalbe)

– S-Afrika und Madagaskar

1c

– O-Afrika

2

– Europa (Br)

1c

Sterna dougallii gracilis (Rosenseeschwalbe)

– Seychellen und Maskarenen

1c

– Oman

1c

Sterna hirundo hirundo (Flussseeschwalbe)

– S- und W-Europa (Br)

1

– N- und O-Europa (Br)

1

– W-Asien (Br)

(2c) 2e

Sterna repressa (Weisswangenseeschwalbe)

– NW-Indischer Ozean, Rotes Meer und Golf (Br)

2f

Sterna paradisaea (Küstenseeschwalbe)

– Atlantik (NBr)

1

Sterna vittata vittata (Antipodenseeschwalbe)

– Prinz-Edward-Inseln, Marioninseln, Crozet‑Inseln und Kerguelen (Br)

1c

Sterna vittata tristanensis (Antipodenseeschwalbe)

– Tristan da Cunha und Gough-Insel (Br)

1c

Sterna vittata sanctipauli (Antipodenseeschwalbe)

– Amsterdam und St. Paul
[tab]
1c

Thalasseus bengalensis bengalensis (Rüpell-Seeschwalbe)

– Golf und Arabisches Meer

(2e)

– Rotes Meer (Br)

2f

Thalasseus bengalensis emigratus (Rüpell-Seeschwalbe)

– S-Mittelmeer (Br)

1c

Thalasseus sandvicensis sandvicensis (Brandseeschwalbe)

– W-Europa (Br)

1

– Schwarzes Meer und O-Mittelmeer (Br)

2a

– Kaspisches Meer (Br)

(3e)

Thalasseus maximus albidorsalis (Königsseeschwalbe)

– W-Afrika (Br)

1

Thalasseus bergii bergii (Eilseeschwalbe)

– S-Afrika

2

– Madagaskar und Mosambik (Br)

1c

Thalasseus bergii velox (Eilseeschwalbe)

– Rotes Meer und NO-Afrika (Br)

2

Thalasseus bergii thalassinus (Eilseeschwalbe)

O-Afrika und Seychellen

1c

Familie STERCORARIIDAE (Raubmöwen)

Stercorarius longicaudus longicaudus (Kleine Raubmöwe)

– N-Europa und W-Sibirien (Br)
[tab]
1

Catharacta skua (Grosse Raubmöwe)

N-Europa (Br)

2

Familie ALCIDAE (Alken)

Fratercula arctica (Papageitaucher)

– NO-Atlantik (Br)

1b

Cepphus grylle grylle (Gryllteiste)

– Baltikum

1

Cepphus grylle mandtii (Gryllteiste)

– Arktisches O-Kanada und W-Grönland (Br)

1

– O-Grönland bis O-Laptevsee (Br)

2f

Cepphus grylle arcticus (Gryllteiste)

– NO-Amerika und S-Grönland (Br)

2f

– Britische Inseln und N-Europa

1

Cepphus grylle islandicus (Gryllteiste)

– Island

(3c) (3e)

Cepphus grylle faeroeensis (Gryllteiste)

– Färöer

2

Alca torda torda (Tordalk)

– W-Atlantik

1

– NO-Atlantik

1

Alca torda islandica (Tordalk)

– Island, Färöer, Grossbritannien, Irland, Helgoland, NW-Frankreich

(1)

Alle alle alle (Krabbentaucher)

– W-Atlantik (Br)

2f

– NO-Atlantik (Br)

2f

Alle alle polaris (Krabbentaucher)

– Franz-Josef-Land und Sewernaja Semlja (Br)

2f

Uria lomvia lomvia (Dickschnabellumme)

– W-Atlantik (Br)

2c

– NO-Atlantik (Br)

2c

Uria aalge aalge (Trottellumme)

– NO-Atlantik (Br)

1

– Ostsee (Br)

1

Uria aalge albionis (Trottellumme)

– Irland, S-Grossbritannien, Frankreich, Iberische Halbinsel, Helgoland

1

Uria aalge hyperborea (Trottellumme)

Spitzbergen, von N-Norwegen bis Nowaja Semlja (Br)

2c

¹⁷ Am 18. Februar 2019 legte die Schweiz einen Vorbehalt gemäss Artikel X des Abkommens vor, da das interne Genehmigungsverfahren für diese Änderung, wie es an der 7. Tagung der Versammlung der Vertragsparteien des Abkommens angenommen wurde, nicht abgeschlossen werden konnte.

Geltungsbereich am 26. Februar 2026 ¹⁸

¹⁸ AS 2004  3249 ; 2006  807 , 3335 ; 2009  1131 ; 2011  6329 ; 2013  1389 ; 2017  2485 ; 2019  1139 ; 2022  331 ; 2025 212 ; 2026 132 . Eine aktualisierte Fassung des Geltungsbereichs ist auf der Publikationsplattform des Bundesrechts «Fedlex» unter folgender Adresse veröffentlicht: www.fedlex.admin.ch/de/treaty .

Vertragsstaaten

Ratifikation

Beitritt (B)

Unterzeichnet ohne Ratifikationsvorbehalt (U)

Inkrafttreten

Ägypten

  4. März

1999

  1. November

1999

Albanien

20. Juni

2001 B

  1. September

2001

Algerien

  4. Juli

2006 B

  1. Oktober

2006

Äquatorialguinea

  3. Oktober

2002 B

  1. Januar

2003

Armenien

  9. April

2020 B

  1. Juli

2020

Äthiopien

  3. November

2009 B

  1. Februar

2010

Belarus*

15. Januar

2016 B

  1. April

2016

Belgien

  3. März

2006

  1. Juni

2006

Benin

26. Oktober

1999 U

  1. Januar

2000

Botsuana

22. August

2017 B

  1. November

2017

Bulgarien*

23. November

1999

  1. Februar

2000

Burkina Faso

  1. Juli

2013 B

  1. Oktober

2013

Burundi

25. Juli

2014 B

  1. Oktober

2014

Côte d’Ivoire

  1. März

2013 B

  1. Juni

2013

Dänemark a

29. Oktober

1999

  1. Januar

2000

Deutschland

  9. Dezember

1998

  1. November

1999

Dschibuti

31. Dezember

2003 B

  1. März

2004

Estland*

  1. August

2008 B

  1. November

2008

Eswatini

23. Oktober

2012 B

  1. Januar

2013

Europäische Union (EU)*

27. Juli

2005

  1. Oktober

2005

Finnland*

29. Oktober

1999

  1. Januar

2000

Frankreich

30. September

2003

  1. Dezember

2003

Gabun

10. September

2012 B

  1. Dezember

2012

Gambia

12. März

1999

  1. November

1999

Georgien

28. Mai

2001 B

  1. August

2001

Ghana

25. Juli

2005 B

  1. Oktober

2005

Griechenland

  3. März

2023

  1. Juni

2023

Guinea

  4. März

1999 U

  1. November

1999

Guinea-Bissau

14. August

2006 B

  1. November

2006

Irland

30. Mai

2003

  1. August

2003

Island*

21. März

2013 B

  1. Juni

2013

Israel

14. August

2002 B

  1. November

2002

Italien

  1. Juni

2006 B

  1. September

2006

Jordanien

12. März

1997 U

  1. November

1999

Kamerun

  7. Juli

2022 B

  1. Oktober

2022

Kenia

  9. März

2001 B

  1. Juni

2001

Kongo (Brazzaville)

30. August

1999

  1. November

1999

Kroatien

26. Juni

2000 B

  1. September

2000

Lettland*

21. Oktober

2005 B

  1. Januar

2006

Libanon

30. September

2002 B

  1. Dezember

2002

Libyen

31. März

2005 B

  1. Juni

2005

Litauen

23. August

2004 B

  1. November

2004

Luxemburg

12. September

2003

  1. Dezember

2003

Madagaskar

12. Oktober

2006 B

  1. Januar

2007

Malawi

25. Juni

2019 B

  1. September

2019

Mali

18. Oktober

1999

  1. Januar

2000

Marokko

24. September

2012

  1. Dezember

2012

Mauretanien

25. Februar

2015 B

  1. Mai

2015

Mauritius

26. Oktober

2000 B

  1. Januar

2001

Moldau*

17. Januar

2001 B

  1. April

2001

Monaco

15. Juni

1999

  1. November

1999

Montenegro

  1. August

2011 B

  1. November

2011

Niederlande

15. August

1996 U

  1. November

1999

Niger

31. August

1999

  1. November

1999

Nigeria

13. April

2004 B

  1. Juli

2004

Nordmazedonien

  1. November

1999 B

  1. Februar

2000

Norwegen

25. Juni

2008 B

  1. September

2008

Portugal

11. Dezember

2003 B

  1. März

2004

Ruanda

11. Juni

2014 B

  1. September

2014

Rumänien

  4. Juli

2000

  1. Oktober

2000

Saudi-Arabien

14. April

2023 B

  1. Juli

2023

Schweden*

  5. Oktober

1998 U

  1. November

1999

Schweiz*

15. Oktober

1996

  1. November

1999

Senegal

27. April

1999 U

  1. November

1999

Serbien

13. Dezember

2018 B

  1. März

2019

Simbabwe

  8. März

2012 B

  1. Juni

2012

Slowakei*

23. April

2001 B

  1. Juli

2001

Slowenien

23. Juli

2003 B

  1. Oktober

2003

Spanien

30. März

1999

  1. November

1999

Südafrika

  1. Januar

2002

  1. April

2002

Sudan

31. Dezember

1996 U

  1. November

1999

Syrien

30. Mai

2003 B

  1. August

2003

Tansania

31. August

1999

  1. November

1999

Togo

22. März

1999

  1. November

1999

Tschad

  1. August

2011 B

  1. November

2011

Tschechische Republik*

23. Juni

2006 B

  1. September

2006

Tunesien

26. April

2005 B

  1. Juli

2005

Turkmenistan

27. Oktober

2020 B

  1. Januar

2021

Uganda

22. September

2000 B

  1. Dezember

2000

Ukraine

18. Oktober

2002

  1. Januar

2003

Ungarn*

17. Dezember

2002 B

  1. März

2003

Usbekistan

30. Januar

2004 B

  1. April

2004

Vereinigtes Königreich*

22. Februar

1999

  1. November

1999

    Gibraltar

22. Februar

1999

  1. November

1999

    Guernsey

22. Februar

1999

  1. November

1999

    Insel Man

22. Februar

1999

  1. November

1999

    Jersey

22. Februar

1999

  1. November

1999

    St. Helena und Nebengebiete
    (Ascension und
    Tristan da Cunha)

22. Februar

1999

  1. November

1999

Zentralafrikanische Republik

15. Oktober

2018 B

  1. Januar

2019

Zypern

19. Juni

2008 B

  1. September

2008

*
Vorbehalte und Erklärungen.
Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht, mit Ausnahme jener der Schweiz. Die englischen Texte können auf der Internetseite des Depositars, des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten des Königreichs der Niederlande: https://treatydatabase.overheid.nl/en/Treaty/Details/007342 eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern, bezogen werden.
a
Mit einem Vorbehalt betreffend Grönland.

Vorbehalt

Schweiz
Mit dem Schreiben vom 2. Dezember 2025, hat die Schweiz dem Depositar mitgeteilt, dass sie gemäss Artikel X Absatz 6 des Abkommens den folgenden Vorbehalt anbringt:
Die Schweiz möchte hiermit einen Vorbehalt zu den Änderungen von Anhang 3 Tabelle 1 des Abkommens einlegen, die auf der neunten Tagung der Vertragsparteien vom 11. bis 14. November 2025 in Bonn, Deutschland, angenommen wurden. Der Vorbehalt der Schweiz betrifft die Einstufung der Populationen des Gänsesägers (Mergus merganser merganser) in Nordwest- und Mitteleuropa gemäss Anhang 3, Tabelle 1, Kolonne B, Kategorie 2e des Abkommens. Folglich betrachtet die Schweiz diese Art weiterhin als in Kolonne C von Tabelle 1 aufgeführt.
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